Gehrer: Lese- und Kommunikationskompetenz in der Schule weiter ausbauen

Wien (OTS) "In den österreichischen Schulen wird großer Wert auf die Vermittlung der Kulturtechniken Lesen, Rechnen und
Schreiben gelegt. Es werden keine Analphabeten produziert, die allermeisten Kinder können lesen. Die hohe Qualität der Ausbildung an unseren Schulen belegt auch eine kürzlich vorgestellte OECD-Studie. Sekundärer Analphabetismus, also das Verlernen des schon gelernten Lesens und Schreibens, ist trotzdem sehr ernst zu
nehmen. Deshalb ist es notwendig, der Lese- und Kommunikationsfähigkeit in der Ausbildung großes Augenmerk zu schenken und die Kommunikationskompetenz in der Schule weiter zu verbessern", sagte Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer, heute, Donnerstag, bei der Eröffnung der Tagung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften "Kommunikationsverlust im Informationszeitalter" in Wien. ****

Der Umgang mit Sprache, Text und Zeichen bekomme immer größere Bedeutung. Lesererziehung und –förderung ist laut Gehrer ein integrativer Bestandteil des Unterrichts. Zur verstärkten Vermittlung von Kommunikationskompetenz in den Schulen wird ab dem nächsten Jahr die Aktion "Verlässliche Volksschule" laufen, kündigte Gehrer an. Sie soll die gute Qualität der Volksschulen aufzeigen. Mittels Lesetests soll in der 3. Klasse Volksschule überprüft werden, ob die Kinder sinnerfassend lesen können. Jenen, bei denen Defizite festgestellt werden, ist eine besondere Hilfestellung zu geben. "Wenn wir den Kindern eine soziale und kommunikative Kompetenz vermitteln möchten, müssen wir auch überprüfen, ob sie diese zu einem bestimmen Zeitpunkt haben", so die Ministerin.

Aufgabe der Schule sei es auch, die Jugendlichen zum Lesen zu motivieren und die Freude am Lesen zu wecken. Eine Untersuchung
habe ergeben, dass rund ein Drittel der Erwachsenen Viel-Leser
sind, ein Drittel gelegentlich liest, und ein Drittel Nicht-Leser sind. Gehrer: "Lesende Menschen können die Medienangebote besser nutzen. Gerade im Zeitalter der neuen Medien und des Internet ist
es erforderlich, besser lesen und mehr erfassen zu können. Ein Schwerpunkt des Unterrichtsministeriums ist deshalb auch der
Ausbau der Schulbibliotheken. Ein weiteres Anliegen ist die Förderung von Emigrantenkindern, für die spezielle Kurse angeboten werden, sowie verstärkte Angebote zum Nachholen des Hauptschulabschlusses.

"Die Förderung von Kommunikationsfähigkeit ist auch eine demokratiepolitische Notwendigkeit. Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist die Möglichkeit, Zugang zu Information zu erhalten. Insoferne hat diese Konferenz auch eine hohe Bedeutung für die Demokratientwicklung und die Menschenrechte", so Raoul Kneucker vom Wissenschaftsministerium. (Schluss)

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