Weninger: Verkehrs-Investitionsoffensive im Südraum Wiens

Sofortige Erweiterung der Wiener Kernzone ins Umland Niederösterreichs

St. Pölten, (SPI) - "Der Südraum Wiens ist mit einer Spitzenbelastung von bis zu 160.000 Kraftfahrzeugen pro Tag - was das fünffache Verkehrsaufkommen der sogenannten Transithölle Brenner-Autobahn beträgt - an der Grenze der zumutbaren Belastung angelangt. Der öffentliche Verkehr ist mit seinem derzeitigen Angebot nicht einmal in der Lage, die durchschnittlichen Verkehrszuwachsraten abzufangen. Vielmehr ist in den letzten Jahren zu beobachten, daß es sogar zu Anteilsverlusten des ÖV kommt. Damit die Region südlich von Wien in Zukunft nicht vollkommen und endgültig im Verkehr erstickt, sind weitreichende Ausbaumaßnahmen im öffentlichen Verkehr, besonders im Nahverkehr, dringend notwendig", stellt der Mödlinger SP-Landtagsabgeordnete Hannes Weninger heute fest.****

Der Viertelstunden-Takt auf der Schnellbahn bis Mödling und die bis 2002 geplante Taktverdichtung der Badener Bahn bis Wr. Neudorf sind zwar ansatzweise richtig, aber völlig unzureichend. Die Südregion und das Wiener Umland brauchen eine verkehrspolitische Offensive. Hier ist das Land, hier ist der Landesverkehrsreferent Pröll gefordert. Die Bewohner und die Wirtschaft der Südregion erwarten sich vom zuständigen Landesregierungsmitglied zurecht, daß er mindestens soviel Energie für die Bewältigung der Verkehrsprobleme einsetzt, wie er sie zur Verhinderung anderer Projekte aufwendet.

"Herr Landeshauptmann! Geben sie den fast 50.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreich, die Tag für Tag vom Süden unseres Landes Richtung Wien pendeln müssen eine faire Chance. Hier geht es um Menschen. Es geht um Pendlerinnen und Pendler, die mangels geeigneter Verkehrsinfrastruktur Tag für Tag wertvolle Zeit, wertvolle Arbeits- und auch Freizeit im Stau, im Warten auf den nächsten Anschluß oder im Schritttempo auf der Autobahn opfern müssen. Nicht nur die Pendler und Bewohner der Region sehen ihre Lebensqualität akut gefährdet, sondern auch die Wirtschaft sieht das tägliche Verkehrschaos zunehmend als Standortnachteil", so Weninger.

"Die Sozialdemokraten fordern deshalb als Sofortmaßnahme, die erste Außenzone des VOR in die Wiener Kernzone zu integrieren. Die derzeit 11.000 verkauften Zeitkarten würden dadurch für jeden Einzelnen um 300.- billiger, was zu einer zusätzlichen Motivation für den Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel führen würde. Die zum Ausgleich notwendigen Landesmittel von rund 40 Millionen Schilling würden nicht nur den direkt Betroffenen zugute kommen, sondern durch zusätzliches Passagieraufkommen und die damit verbundene Entlastung des Verkehrsaufkommens indirekt den gesamten Verkehrsfluß von und nach Wien entlasten. Bisher kaum Berücksichtigung in der Diskussion zu diesem Vorschlag ist die Tatsache, daß sich dadurch auch der tangentiale Verkehr, der über mehrere Sektoren der ersten Außenzone führt, wesentlich verbilligen würde", so der Mödlinger SP-Landtagsabgeordente Hannes Weninger abschließend.
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