Steuerreform muß Bürokratieentlastung für Wirte bringen

Pauschalierungsverordnung, verkürzte Abschreibungsdauer, Energie-Deckelung und Betriebsnachfolge als Hauptanliegen

Wien (Pwk) - Die Verhandlungen für die Steuerreform müssen für die vielen entmutigten Wirte endlich eine spürbare Entlastung bringen, fordert Komm.Rat Hansjörg Kröll. Dies wäre ein Akt der Wiedergutmachung für die zahlreichen Belastungen der letzten Jahre. Es liege nun am guten Willen der Verhandler, ob sie einen Durchbruch erzielen, meint Kröll zur aktuellen Diskussion. ****

Durch die Verweigerung einer Pauschalierungsverordnung wurden den Wirten jahrelang Vereinfachungsmöglichkeiten vorenthalten. Es sei zu hoffen, daß die beim Finanzministerium eingerichtete Steuerreformkommission sich auch mit diesen Pauschalierungs-Forderungen der Tourismuswirtschaft beschäftigt hat. "Es wäre für die Unternehmer vollkommen unverständlich, wenn man sich nur allgemein mit Pauschalierungsfragen befaßt und die schon nach dem Gesetz möglichen Pauschalierungsverordnungen für Gastwirte nicht in die Überlegungen einbezieht", erklärt der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft.

Die rasche Abnützung von Anlagen im Gastgewerbe, z.B. im Sanitärbereich, erfordert eine kürzere Abschreibungsdauer und setzt damit Impulse für das Baunebengewerbe.

Wenn man bei energieintensiven Industrie- und Gewerbebetrieben durch die sogenannte "Deckelung" Obergrenzen einzieht, so muß dies auch für energieintensive Hotelbetriebe gelten, betont Kröll:
"Angesichts bevorstehender Ökosteuern ist diese Forderung mehr als berechtigt. Es müssen faire Wettbewerbsbedingungen herrschen."

Die Forderung nach Gleichbehandlung gelte übrigens auch genauso für die Umsatzbesteuerung im Sportbereich. Derzeit werden die gewerblichen Sportbetriebe, z.B. Segelschulen, durch steuerlich begünstigte Vereinsaktivitäten zunehmend konkurrenziert.

Die chronisch unterkapitalisierte Fremdenverkehrswirtschaft braucht dringend Maßnahmen zur Anhebung des Eigenkapitals. Eine langjährige Forderung des Tourismus stellt die Absetztbarkeit von Zinsen als Betriebsausgabe für nicht entnommene Gewinne dar.

Die Betriebsnachfolge als Grundlage für ein gedeihliches Wirtschaften erfordere dringend steuerliche Entlastungen für Übergeber und Übernehmer z.B. durch die Befreiung des Betriebsvermögens von der Erbschafts- und Schenkungssteuer, nennt Kröll einen weiteren Punkt.

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