FAG Kugelfischer AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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FAG: Weltweite Neuordnung der Unternehmensstrukturen

Weltweite Überkapazitäten und Währungsverschiebungen haben in Verbindung mit der Finanzkrise in Asien zu wesentlichen Strukturverschiebungen im Wälzlagermarkt geführt, die sich in der zweiten Jahreshälfte 1998 beschleunigt haben. FAG nimmt diese Strukturveränderungen aktiv und antizipativ auf.

So hat FAG mit dem Erwerb eines 70-Prozent-Anteils an der Hanwha Bearings Corporation, dem mit 40 Prozent Marktanteil führenden südkoreanischen Hersteller von Wälzlagern, nicht nur einen Meilenstein in dem auch in Zukunft wachsenden pazifischen Markt gesetzt, sondern gleichzeitig den Kosten- und Währungsverschiebungen im internationalen Wälzlagermarkt Rechnung getragen. Die FAG Hanwha Bearings Corporation arbeitet profitabel und wird weiter ausgebaut.

Weitergehende Maßnahmen zur Neuausrichtung des größten Unternehmensbereiches, der OEM- und Handels-Gesellschaft, sind bereits eingeleitet und in der Umsetzung: Bis Sommer nächsten Jahres werden die europäischen Beteiligungsgesellschaften in einer Europa-Vertriebsgesellschaft zusammengefaßt sein. Die Auslieferungslager der einzelnen Gesellschaften werden an vier Euro-Standorten konzentriert und in ein Euro- Logistiksystem integriert. Ebenfalls neu geordnet wird bis Mitte 1999 die weltweite Logistik.

Das Arbeitsfeld des Geschäftsbereichs OEM und Handel wird international durch ein kundenorientiertes Branchenkonzept neu ausgerichtet. Dieses Konzept befindet sich bereits in der Umsetzung und hat zum Ziel, den FAG-Kunden durch ingenieur-technische Lösungen und durch verbesserten Service einen größeren Nutzen zu gewährleisten.

Bei 74 Prozent Auslandsumsatz und 65 Prozent Inlandsproduktion ist eine mittelfristige Neuausrichtung der Produktionsstandorte unerläßlich. Die Produktionsstrukturen werden daher weltweit gestrafft und auf das Logistik- und Branchenkonzept ausgerichtet. Deutschland ist und bleibt das Kompetenz-Zentrum für engineered products, deren Entwicklung zügig vorangetrieben wird.

Auch in den anderen Geschäftsbereichen werden verstärkt und beschleunigt Maßnahmen zur Strukturbereinigung und zur Ertragsverbesserung durchgeführt.

Mit der tiefgreifenden Neuausrichtung der OEM- und Handels-Gesellschaft und den Produktivitätsverbesserungen in den anderen Bereichen ist eine Verringerung der Personalkapazität verbunden. Sie wird in den ausländischen Betriebsstätten durch betriebsbedingte Kündigungen erreicht. Für das Inland ist ein Paket sozialverträglicher Maßnahmen vorgeschlagen. Gleichzeitig ist vorgesehen, auch 1999 wieder wie in den Vorjahren alle Jungfacharbeiter, die dann ihre Ausbildung beendet haben, in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Die vorgesehene, schnell umzusetzende Ausrichtung des Konzerns auf die veränderten Marktverhältnisse bedingt zusätzlichen Aufwand. Der Jahresüberschuß wird deshalb voraussichtlich um ca. 30 Prozent unter dem Wert des Vorjahres (110 Millionen DM) erwartet. Der Umsatz wird gegenüber Vorjahr um ca. vier Prozent steigen.

Die Neuausrichtung des FAG-Konzerns wird bis in das nächste Jahr reichen. Die bereits umgesetzten und die eingeleiteten Maßnahmen werden 1999 zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung führen. Die bisherigen Ergebnisziele für 1999 werden allerdings nicht zu erreichen sein. Für 1999 sind Investitionen von rund 300 Millionen DM vorgesehen, die voll aus dem Cash flow finanziert werden. Neben nicht ausgeschöpften Kreditlinien stehen für besondere Aktivitäten genehmigte Kapitalia von 130 Millionen DM sowie eine Wandelanleihe von bis zu 200 Millionen DM zur Verfügung.

FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG

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