W.E.T. Automotive Systems AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Sonderfaktoren gekennzeichnet

Nur durch kostenintensive Sondermaßnahmen konnte die bayerische W.E.T. Automotive Systems AG im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Juli-September 1998) ihren Lieferverpflichtungen weltweit pünktlich nachkommen, da die - bereits großzügige -Produktionsplanung des Unternehmens von der tatsächlichen Nachfrageexpansion noch bei weitem überholt wurde. Die damaligen Schwierigkeiten sind nun aber überwunden, teilt die Gesellschaft in ihrem auf ihrer heutigen Hauptversammlung vorzulegenden Quartalsbericht mit.

Inzwischen beginnt sich dem Bericht zufolge der seit der Börseneinführung im April dieses Jahres mit aller Kraft betriebene Kapazitätsausbau spürbar auszuzahlen: So konnte das Unternehmen allein im Oktober einen konsolidierten Konzernumsatz von 17,4 Mio DM - und damit eine 72 %-ige Zunahme gegenüber dem Vorjahres-vergleichsmonat - erzielen.

Im Berichtsquartal hat der Konzernumsatz mit gut 36,6 Mio DM knapp 46,5 % über dem Vergleichswert 1997 gelegen. Aufgrund einer branchenspezifischen, durch die Sommerpause in der Automobilindustrie und bei den Kfz-Zulieferern bedingten Umsatz- und Ertragsabschwächung jeweils im dritten Kalendervierteljahr schließt das Unternehmen dieses allerdings regelmäßig mit einem Fehlbetrag ab, heißt es in dem Bericht. Wegen der geradezu extremen Lieferanforderungen, denen sich die W.E.T. im laufenden Geschäftsjahr gegenübersah, lag dieser Fehlbetrag im Berichtsquartal jedoch sowohl beim Konzern-Betriebsergebnis als auch beim Ergebnis vor Steuern mit -0,9 Mio DM bzw. -1,3 Mio DM ungewöhnlich hoch.

Zwar wurde die Wachstumsfinanzierung als erklärtes Ziel des Börsengangs vom Unternehmen mit einem Investitionsschub von über 7 Mio DM und einer Personalaufstockung um mehr als ein Drittel - bzw. konzernweit um über 600 Mitarbeiter - unmittelbar in die Tat umgesetzt. Dennoch konnte es dadurch den sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach dem Hauptprodukt Autositzheizungen - noch verschärft durch mehrere mit höheren als geplanten Stückzahlen angelaufene neue Kfz-Modellserien - nicht ohne weiteres auffangen.

Vielmehr sah sich die W.E.T. zu so außergewöhnlichen Schritten wie konzerninternen Produktionsverlagerungen auch in Hochlohnländer, die Beförderung per Luftfracht oder den Rückgriff auf manuelle -statt automatisierte - Produktionsprozesse gezwungen, um den Kunden in aller Welt trotz der - situationsbedingt - reduzierten Sicherheitslieferbestände jederzeit den gewohnten zuverlässigen Lieferservice bieten zu können. Zusätzlich mußten sämtliche verfügbaren Fertigungsreserven durch ständigen Mehrschichtenbetrieb auch in der Ferienzeit, durch laufende Überstunden und durch dauernde Beschäftigung von Aushilfskräften mobilisiert werden. All diese unumgänglichen Sondermaßnahmen haben eine erhebliche Kostensteigerung bewirkt.

Weitere Sonderbelastungen wie insbesondere Währungsumrechnungsverluste aus der Konsolidierung der kanadischen Tochter aufgrund der anhaltenden Schwäche sowohl des kanadischen als auch des US-Dollar, die sich für die deutsche Muttergesellschaft im Berichtsquartal auf über 1,2 Mio DM addierten, sowie Einmalaufwendungen für den Umzug aller Produktions- und Stabsabteilungen von W.E.T. Kanada in deren neues Kundenzentrum kamen ertragsmindernd hinzu.

Nach den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahrs befindet sich das Unternehmen dem Bericht zufolge beim Umsatz nun aber bereits über Plan. Im übrigen wird die Zuversicht geäußert, die im Berichtsquartal angefallenen Mehrkosten bis Mitte nächsten Jahres

kompensieren zu können, so daß die W.E.T. beim Ertrag vom Erreichen ihrer Jahreszielvorgabe ausgeht.

Ende der Mitteilung
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