Beru AG: Paragraph 15 WpHG Mitteilung

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BERU steuert im ersten Halbjahr 98/99 auf Rekordspur und steigert Ergebnis nach Steuern um 28 %

Konzernumsatz wächst um 15,4 % - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätig- keit steigt um 16,7 % - Verkauf von CBL Ceramics -Vorstand zuversichtlich für das Gesamtjahr

Ludwigsburg, 25. November 1998 -- In den ersten sechs Monaten des Geschäfts- jahres 1998/99 (April bis September 1998) konnte die BERU

Aktiengesellschaft Umsatz und Ertrag deutlich steigern. Die Erlöse des auf Diesel-Kaltstartanlagen, Zündungssystemen und Sensoren für die Automobilindustrie spezialisierten Unternehmens stiegen um 15,4 %

auf 194,9 (168,9) Mio DM. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte um 16,7% auf 31,5 (27,0) Mio DM verbessert werden. Die interne Umsatzausweitung, energisches Kostenmanagement und das Wegfallen der im Vorjahr entstandenen einmaligen Kosten für den Börsengang ließen das Vorsteuerergebnis um mehr als ein Viertel (26,0%) von 25,0 Mio DM auf 31,5 Mio DM steigen. Nach Steuern verdiente der Konzern 27,7% mehr, das Ergebnis nach Steuern lag im ersten Halbjahr bei 15,2 (11,9) Mio DM. Damit erwirtschaftete der Konzern eine Umsatzrendite von 16,2%. Das vorläufige DVFA/SG-Ergebnis, das um ungewöhnliche Aufwendungen bereinigt, stieg von 13,9 Mio DM auf 15,9 Mio DM und lag damit 14,4% über dem Vorjahresniveau.

Während BERU in Korea 100% der Anteile an BERU Korea übernahm, trennte sich das Unternehmen von CBL Ceramics, Wales. Die von CBL erzielten Erlöse waren im ersten Halbjahr des Vorjahres nicht in den Konzernumsatz einbezogen und auch zum 30. September 1998 nicht enthalten. Für das Gesamtjahr zeigt sich der Vorsitzende des Vorstands, Ulrich Ruetz, zuversichtlich.

Positiver Trend in allen Geschäftsfeldern: Boom bei Dieselkaltstartsystemen Mit einem Anstieg von 15,4% lag die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr klar über dem langjährigen Wachstumsziel von 5 Prozent im Jahr. Unterstützt von einer stetig steigenden Nachfrage nach modernen Diesel-PKW und der voranschreitenden technologischen Entwicklung in der DI (Direct Injection)-Dieseltechnologie gelang es BERU erneut, den Umsatz im Geschäftsfeld Dieselkaltstartanlagen zu steigern. Der Umsatz legte um 20,5% auf 88,9 Mio DM zu. Damit erlöste BERU 45,6% des Gesamtumsatzes in diesem Kerngeschäftsfeld.

Auch der Bereich Zündungstechnik zeigt sich erwartungsgemäß mit zweistelligen Zuwachsraten. BERU weitete die Umsätze um 14,3% aus und erlöste im Konzern mit 82,3 Mio DM einen Anteil von 42,2% des Gesamtumsatzes. Überplanmäßige Absatzsteigerungen bei Zündspulen und die besonders gute Aufnahme der Handelszündkerze UltraX trugen in einem konjunkturell freundlichen Umfeld zu dem starken Anstieg bei.

Im Geschäftsfeld Sensoren, Funkentstörung und allgemeine Industrie legte der Umsatz um 2,6% auf 23,7 Mio DM zu. Bei Sensoren konnte BERU, mit bedingt durch Neuanläufe von Temperaturfühlern, Zuwächse von mehr als 10% erzielen.

Aufwandsquoten weiter verbessert Die Aufwandsquoten konnten durch konsequentes Kostenmanagement und Nutzung des Rationalisierungsspielraums weiter verbessert werden. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern wuchs von 1430 auf 1485 Personen. Der Personalaufwand stieg unterproportional zum Umsatz von 54,6 auf 59,3 Mio DM. Die Personalaufwandsquote verbesserte sich von 32,3% auf 30,4%. Leistungsbedingt stieg der Materialaufwand von 58,6 Mio DM auf 64,4 Mio DM. Obwohl BERU die Produktion von Zündspulen deutlich ausweitete und sich damit der Produktmix materialaufwandsintensiv entwickelte, baute BERU die Materialaufwandsquote von 34,7% auf 33,0% ab. Im Vergleich zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ist produktmixbedingt ein temporärer, leichter Anstieg von 0,2 Prozentpunkten zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 28,2 Mio DM (exklusive Aufwendungen für den Börsengang) auf 35,0 Mio DM. Der Anteil am Umsatz lag bei 17,9% und konnte damit im Vergleich zum Geschäftsjahresende 1997/98 (18,6%) zurückgeführt werden. Neben den Aufwendungen für Marketing und Vertrieb, Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen, enthalten die sonstigen Aufwendungen Garantierückstellungen.

Investitionen unter hohem Vorjahresniveau Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 3,1 Mio DM auf 13,2 Mio DM und beliefen sich auf 6,8% (6,0%) des Konzernumsatzes. Diese Steigerung ist auf das im alten Geschäftsjahr errichtete Test- und Prüfzentrum, ein Bürogebäude und hohe Ausrüstungsinvestitionen im Vorjahr zurückzuführen. Im laufenden Geschäftsjahr werden die Investitionen bei einem geplanten Volumen von 33 Mio DM im Vergleich zu den überdurchschnittlich hohen Werten von 1997/98 deutlich niedriger ausfallen.

Betriebsergebnis steigt um 18,2%, Finanzergebnis konstant Das Betriebsergebnis konnte im ersten Halbjahr 1998/99 überproportional zur Umsatzsteigerung von 24,7 Mio DM um 18,2% auf 29,2 Mio DM gesteigert werden. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 14,6% auf 15,0%. Konstant blieb das Finanzergebnis bei 2,3 Mio DM. Aufgrund der Finanzdispositionen des Unternehmens wird in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr erfolgen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich damit von 27,0 Mio DM um 16,7% auf 31,5 Mio DM. Im vergleichbaren Halbjahresbericht 1997/98 vor dem Börsengang war das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unter Einbeziehung von 2 Mio DM einmaliger Aufwendungen für den Börsengang mit 25,0 Mio DM ausgewiesen worden.

Gewinnsprung auf 15,2 Mio DM, DVFA/SG-Ergebnis legt 14,4% zu Da im ersten Halbjahr 1998 außerdem kein außerordentlicher Aufwand entstand, fiel das Ergebnis vor Steuern überproportional höher aus:
Es stieg von 25,0 Mio DM in den ersten sechs Monaten 1997/98 auf 31,5 Mio DM und lag damit 26,0% über Vorjahr. Nach Steuern hat BERU 27,7% mehr verdient: Das Ergebnis nach Steuern steigerte BERU von 11,9 Mio DM auf 15,2 Mio DM. Die Nettoumsatzrendite belief sich auf 8,2%. Mit einem Anstieg von 14,4% entwickelte sich auch das vorläufige, unterjährig ermittelte DVFA/SG-Ergebnis erfreulich und legte von 13,9 Mio DM auf den Rekordwert von 15,9 Mio DM zu. Der Börsengang im Oktober 1997 führte im ersten Halbjahr 1997/98 zu einem einmaligen zu bereinigenden Mehraufwand von 2 Mio DM, der bei der Ermittlung des DVFA-Ergebnisse unter anderem im Vorjahr dem Ergebnis zugeschlagen wurde.

Verkauf von CBL Ceramics Ltd., Wales Im Oktober verkaufte BERU die im Juni 1997 erworbene 60%- Beteiligung an CBL Ceramics, Ltd. BERU reagierte damit umgehend auf einen sich im Weltmarkt abzeichnenden Preiseverfall für Berylliumoxid, dem Primärprodukt von CBL. Der Verkaufspreis lag über dem ursprünglichen Kaufpreis. Über die exakte Höhe des Verkaufspreises ist Stillschweigen vereinbart worden.

Zuversichtlicher Ausblick auf das Gesamtjahr Der Vorstand geht davon aus, daß die ursprünglich dem Geschäftsjahr zugrundeliegenden Planungen einer Umsatzausweitung von 6-7% aus internem Wachstum im Gesamtjahr übertroffen werden können. Ziel ist es, weiterhin profitabel zu wachsen, das operative Ergebnis proportional zum Umsatz zu steigern und damit die erreichte EBIT Marge von 15% auch im Gesamtjahr aufrecht zu halten.

Saisonbedingt trägt die zweite Jahreshälfte des Geschäfts- jahres in starkem Maße zu steigendem Umsatz und Ergebnis bei: Dabei spielt die jahreszeitlich bedingte Temperaturentwicklung eine Rolle; bei niedrigen Temperaturen fällt die Nachfrage nach Ersatzteilen üblicherweise höher aus. Die Umsatzausweitung und das Wegfallen der im Vorjahr entstandenen, einmaligen Aufwendungen für den Börsengang in Höhe von 8,4 Mio DM werden im Gesamtjahr 1998/99 voraussichtlich zu einer erheblichen Steigerung des Konzernjahresüberschusses führen, der im Vorjahr bei 25,1 Mio DM lag. Die Bemühungen des Vorstands, im Rahmen der gesteckten Globalisierungsziele den Kauf von Unternehmen und Technologien und die Gründung von weiteren Joint Ventures voranzutreiben, haben bereits zu einer Vielzahl von Verhandlungen geführt, so daß erste Abschlüsse in Sicht sind.

Kennzahlen-Tabelle BERU Aktiengesellschaft, Konzern

Erstes Halbjahr 1998/99 (1. April - 30. September 98)

In Mio DM HJ1 1998/99 HJ1 1997/98

Umsatz netto 194,9 168,9

Veränderung des Bestandes an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen 5,0 6,5
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,2 0,2
Sonstige betriebliche Erträge 1,0 0,6 Materialaufwand 64,4 58,6 Personalaufwand 59,3 54,6 Abschreibungen 13,2 10,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 35,0 28,2 Betriebsergebnis 29,2 24,7 Finanzergebnis 2,3 2,3

Ergebnis der gewöhnl.
Geschäftstätigkeit 31,5 27,0 Außerordentlicher Aufwand 0,0 2,0

Ergebnis vor Steuern 31,5 25,0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 16,3 13,1

Ergebnis nach Steuern 15,2 11,9 Vorläufiges DVFA/SG-Ergebnis 15,9 13,9

Ende der Mitteilung

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