Verhandlungen Zahnkronen-Regelung

Hat die Ärztekammer noch Kompetenz

Wien (OTS) - Mit Bedauern nimmt die Wiener Gebietskrankenkasse zur Kenntnis, daß die Verhandlungen über den festsitzenden Zahnersatz gescheitert sind. Die beiden Regierungsparteien haben den Hauptverband als Vertreter aller Sozialversicherungsträger und der Ärztekammer die Möglichkeit gegeben, eine Lösung dieses Problems im Sinne aller Beteiligten zu erarbeiten.

Dies wurde leider nicht genützt, wobei der Ärztekammer nicht der Vorwurf zu ersparen ist, in keiner Phase dieser Verhandlung eine versichertenfreundliche Lösung angestrebt zu haben.

Es entspricht auch nicht dem Sinn von vertragspartnerschaftlichen Verhandlungen, eine Situation herbeizuführen, die die Rechtmäßigkeit der Ambulatorien der österreichischen Krankenversicherungsträger in Frage stellt. Diese Geisteshaltung einiger Funktionäre der Ärztekammer zeigt sehr deutlich, daß ihnen nicht die medizinische Versorgung der Versicherten wichtig ist, sondern die Gewinnmaximierung ihrer Leistungen.

Trotzdem wird sich die Wiener Gebietskrankenkasse bemühen, in ihren eigenen Ambulatorien ab Jänner 1999 diese Leistung anzubieten. Zusätzlich werden mit fachspezifischen Krankenanstalten Verhandlungen aufzunehmen sein, um diese Leistungen für die Versicherten der Wiener Gebietskrankenkasse in einem vernünftigen Preis, Qualitäts- und Leistungsverhältnis anbieten zu können. Es gibt genügend Zahnärzte, die gemeinsam mit der Wiener Gebietskrankenkasse dies für die Wiener Bevölkerung erreichen wollen.

Die Ärztekammer hat als Standesvertretung ihren Mitgliedern in dieser Frage wie auch in anderen (Chipkarte) einen Bärendienst erwiesen.

Rückfragehinwesi: Wiener Gebietskrankenkasse
Franz Bittner, Obmann
Tel.: (01) 60 122 3101

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