Lauda Air-KV: Arbeitgeber weiter gesprächsbereit

FV Luftfahrtunternehmungen läßt sich durch Rundumschläge von Betriebsräten und Gewerkschaft HTV nicht beirren

Wien (PWK) - Die Arbeitgeber sind in der Frage eines Kollektivvertrages für das fliegende Personal der Lauda Air weiter verhandlungsbereit. Allerdings müssen die Gespräche auf einer sachlichen Ebene und nicht in erpresserischer Form weitergeführt werden. "Unkontrolliertes Agieren einzelner Betriebsräte ist nicht zielführend und daher abzulehnen", stellt der Syndikus der Bundessektion Verkehr, Dr. Viktor Navratil-Wagner, in einer ersten Reaktion auf einseitig publizierte Aussendungen der Gewerkschaft, wonach die KV-Verhandlungen geplatzt seien, fest. ****

Die Arbeitgeberseite war, so Syndikus Wagner, in höchstem Maße verwundert, daß ohne jede Kontaktaufnahme seitens des Betriebsrates der Lauda Air und der Gewerkschft HTV entsprechende Falschmeldungen in die Welt gesetzt wurden. Damit wurde das Verhandlungsklima empfindlich gestört.

Der Fachverband der Luftfahrtunternehungen als Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite verweist auf die am 12. Oktober getroffene Vereinbarung, wonach sich die Arbeitnehmerseite Vorschläge überlegen wollte, um neuerliche Gespräche mit den Arbeitgebern zu führen. Dies scheine nun plötzlich nicht mehr zu gelten. Außerdem liegt ein Forderungsschreiben der Gewerkschaft vor, das Mehrbelastungen von 146 Millionen Schilling (bei einem Jahresgewinn von Lauda Air in Höhe von 50 Millionen Schilling) verursachen würde. Nachdem das Ausmaß dieser Mehrbelastungen von Arbeitnehmerseite immer bestritten wurde, hat sich im Sommer eine Expertengruppe, der auch Vertreter der Betriebsrates angehörten, mit diesem Thema befaßt. Dabei wurde festgestellt, daß das Forderungsprogramm der Gewerkschaften tatsächlich diese Mehrkosten verursachen würde.

Auf wenig Verständnis der Arbeitgeber stößt daher die jüngste Aktion der Gewerkschaft, die sich offenbar aus Imagegründen vor den Karren einzelner Betriebsratsmitglieder spannen läßt.

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