Gewalt gegen Kinder - Kindschutz in Niederösterreich

Landesrat Bauer: Bedingungen für gewaltfreies Aufwachsen der Jugend schaffen

St. Pölten (OTS) - Im Rahmen des heute von der NÖ-Landesakademie veranstalteten Symposiums "Gewalt gegen Kinder - Kinderschutz in Niederösterreich" in St. Pölten sagte Landesrat Dr. Hannes Bauer "Gewalt in Familien und gegen Kinder sei ein Indikator für die Befindlichkeit der Gesellschaft. Hätten früher Verdrängung, Verharmlosung und Totschweigen dominiert, so habe sich heute auch dank der Politik, eine entsprechende Sensibilität entwickelt. Moderne Jugendwohlfahrt orientiere sich mehr an Kleingruppen und Familienunterstützung, auch wenn dies kosten- und personalintensiver sei. In jedem Fall müsse Kinderschutzarbeit professionell sein und Bedingungen schaffen, daß die jungen Menschen gewaltfrei aufwachsen.

In der sehr komplexen Materie familiärer Gewalt gelte es auch, das soziale Umfeld miteinzubeziehen. Die Frage der Prävention und des rechtzeitigen Zugangs zu Hilfe sei dabei der schwierigste Bereich. Hilfestellung aus einer Sackgasse zu bieten, hätte dabei eher im Vordergrund zu stehen als unmittelbare Strafandrohungen. Bezüglich des Bundesjugendwohlfahrtsgesetzes seien zwar noch einige Fragen offen, im Grundsatz seien sich aber die Koalitionspartner einig. Die Arbeit in Niederöstereich geschehe in völliger Übereinstimmung mit den bundesweiten Zielen. Die Politik sei sich ihrer Verantwortung bewußt, Diagnose- Handels- und Ausstattungsdefizite zu beseitigen. Prinzipiell aber sei die Verantwortung jedes Einzelnen gleich wichtig der Jugend die Zukunft zu geben, die sie brauche. Eine konfliktfreie Gesellschaft könne nur ohne von vorherein ausgeklammerte Gruppen existieren," schloß der Landesrat.

Anliegen der Informationstagung "Gewalt gegen Kinder" war es die Einrichtung von Kinderschutzgruppen in Kinderabteilungen der Krankenhäuser in Niederösterreich als weiteren Schritt zur umfassenderen psychosozialen Versorgung im Land zu thematisieren. Durch diese Kinderschutzgruppen sollen in Kooperation mit öffentlicher Jugendwohlfahrt und freien Beratungseinrichtungen für die Betroffenen noch effektivere Hilfe und Unterstützung angeboten werden können.

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