ÖVP-Hahn: Niederösterreicher sollen Krankenhausbetten auch bezahlen

Wiener ÖVP fordert "Gesundheitsregion Ost"

Wien (ÖVP-Klub) Kritik an der Vorgangsweise der niederösterreichischen Landesregierung übte heute der Gesundheitssprecher der Wiener ÖVP, LAbg. Johannes HAHN. Am
Rande der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat meinte HAHN: "Es
kann mit Sicherheit nicht so sein, daß in Wien Kapazitäten an Krankenbetten erhalten bleiben, damit diese auch von
Burgenländern und Niederösterreichern genutzt werden und die Kosten dafür aber nur bei der Stadt Wien liegen."****

HAHN forderte einmal mehr die Schaffung einer "Gesundheitsregion Ost" an der sich alle drei Bundesländer, also Wien, Niederösterreich und das Burgenland sowohl organisatorisch als
auch finanziell beteiligen sollen. "Derzeit zwingt man ja manche Patienten in Niederösterreich geradezu sich in Wiener Spitälern behandeln zu lassen, nur die Kosten sollen dann offensichtlich
auch von der Stadt Wien getragen werden", ärgerte sich HAHN. Es könne nicht angehen, daß für eine erbrachte Leistung nicht bezahlt werde und die Bundesländer sich den Aufbau teurer Krankenversorgungsstrukturen so einfach machen.

HAHN erklärte die Problematik an einem Beispiel: Von Experten
wurde für Operationen am offenen Herzen folgender Richtwert festgesetzt: Für eine Million Menschen sollen 1000 Operationen
pro Jahr kalkuliert werden. In Wien würden aber derzeit 2000
dieser Operationen pro Jahr veranschlagt. "Wien hat in diesem Bereich, genauso wie in vielen anderen eine deutliche Überkapazität und deckt damit einen wesentlichen Teil des Umlandbedarfs ab", stellte der ÖVP-Gesundheitssprecher fest.
HAHN forderte den Wiener Gesundheitsstadtrat Rieder auf, bei den bevorstehenden Verhandlungen zur Spitalsfinanzierung, die Ende
2000 ausläuft, darauf zu drängen hier eine gerechte finanzielle Lösung herbeizuführen. "Es ist letztlich nicht einzusehen, warum ein guter Teil der Patienten sich, meist aus Bequemlichkeit und nicht aus medizinischen Gründen, in Wien behandeln läßt und die Wiener Steuerzahler damit die Gesundheitsversorgung der gesamten Ostregion mitfinanzieren," so der ÖVP-Politiker abschließend.***

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