Gesundheitsökonomie(2): Kritisches Hinterfragen nötig

SPERRFRIST 25.11.1998, 19 UHR
FREI FÜR TAGESZEITUNGEN MIT ERSCHEINEN 26.11.1998
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"Kritisch hinterfragen schadet nie!"
Dr. Wolfgang Greiner von der Universität
Hannover/Deutschland beweist die Gültigkeit von gesundheitsökonomischen Studien am Beispiel der Transplantationsmedizin, fordert jedoch für andere Bereiche größere Standardisierung ein - Pharmig-Preis für Gesundheitsökonomie (2)
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Dr. Wolfgang Greiner ist ein Schüler des renommierten Gesundheitsökonomen Univ. Prof. Matthias Graf von der
Schulenburg, Sprecher der Forschungsstelle für
Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung in
Hannover. Derzeit arbeitet er als Wissenschaftlicher Forschungsassistent am Institut für Ver-
sicherungsbetriebslehre der Universität Hannover.

In seiner Dissertation, die mit dem Pharmig-Preis für Gesundheitsökonomie 1998 ausgezeichnet wird, analysierte
Greiner ökonomische Evaluationen von Gesundheitsleistungen.
Am Beispiel der Transplantationsmedizin, die heute weit über
das Stadium der experimentellen Medizin hinausgewachsen ist,
stellte Greiner die kritische Frage, ob das heute zur
Verfügung stehende Instrumentarium der Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen tatsächlich ausreicht, um gesund-heitspolitische Entscheidungsträger bei der
Allokation knapper Ressourcen effizient zu unterstützen.

Der junge Ökonom hat in seiner Arbeit die einzelnen Methoden minutiös verglichen und anhand verschiedener
Erkrankungsformen auf ihre Anwendbarkeit überprüft. Er
gelangt zu dem Schluß, daß für die Transplantationsmedizin
die gängige Methodik tatsächlich ausgereift genug erscheint,
um das angestrebte Ziel zu erreichen. Dennoch fordert
Greiner zur weiteren Anhebung der Akzeptanz von gesundheitsökonomischen Studien eine weitere
Standardisierung der in der Gesundheitsökonomie
anzuwendenden Methoden und die Schaffung von entsprechenden Guidelines.

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Ruth Mayrhofer, Rosemarie Rist
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