Hostasch: Pharmig-Preise sind Inspiration für Gesundheitswesen

+++SPERRFRIST 25.11.1998, 19 Uhr
FREI FÜR TAGESZEITUNGEN MIT ERSCHEINEN 26.11.+++

Lore Hostasch, Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales, die den Festakt zur Verleihung der
Pharmig-Preise 1998 heute eröffnete, würdigte die Bedeutung
der Pharmig-Preise, die seit 1987 verliehen werden, als Inspiration für das Gesundheitswesen.
Hostasch: "Viele Ideen und Vorschläge, die aus solchen
Projekten hervorgegangen sind, sind heute Standard im
Routinebetrieb des Gesundheitswesens. Ich hoffe, daß auch in Zukunft der kreative Output und das Engagement dieser
Institutionen ungebrochen bleibt."

Die Ministerin führte weiters die Wechselbeziehungen der
einzelnen Preis-Kategorien aufeinander aus und sagte zu
deren Bedeutung für die Gesundheitspolitik, daß die Gesundheitsförderung in Zukunft noch stärker an Tragweite
gewinnen und die Gesundheitsökonomie sich in den nächsten Jahrzehnten zu einer Schlüsseldisziplin der
Gesundheitspolitik entwickeln werde, sowie, daß das
Funktionieren des Gesundheits- und Sozialsystems schon jetzt
ganz wesentlich vom sozialen Engagement abhänge.

Der Gesundheitsjournalismus als eigenständige Disziplin, so Hostasch, sei für die Gesundheitspolitik "ein wichtiger
Partner, über weite Strecken ein Verbündeter". Hostasch
betonte, daß es keineswegs einfach sei, "die journalistische Gratwanderung zwischen Komplexität und Simplifizierung,
kühler Analyse und auflagenträchtiger Schlagzeile" zu
bewältigen. Daß dies aber sehr wohl gelingen kann, beweisten
die heute ausgezeichneten Preisträger.

Zwt.: Gesundheitspolitik im Wandel

Hostasch sagte, daß die Gesundheitspolitik insgesamt in den
letzten Jahren einem deutlichen Wandel unterworfen gewesen
sei. Neben der Verhütung von Krankheiten fließe heute in die Gesundheitsförderung auch die Gestaltung "gesünderer" Lebensbedingungen ein. Die Verantwortung für
Gesundheitsförderung müsse daher breit gestreut werden.
Nicht nur Politik und Gesundheitssektor müßten dafür Verantwortung tragen, auch die gesamte Gesellschaft müsse
aktiv einbezogen werden. Letzterer käme die Aufgabe zu, jene Ressourcen bereitzustellen, die es jedem einzelnen
ermöglichten, das Optimum für seine Gesundheit zu erreichen.
Seit Frühjahr 1998, nach der Beschlußfassung des
Bundesgesetzes über Maßnahmen und Initiativen zur Gesundheitsförderung stünden nun 100 Millionen Schilling
explizit für Maßnahmen der Gesundheitsförderung zur
Verfügung.

Im Zusammenhang mit der Gesundheitsökonomie sagte die
Ministerin, daß ökonomische Evaluationen im Gesundheitswesen
zwar unverzichtbar seien, es jedoch politische Eckpfeiler
gebe, an denen sich Entscheidungen zu orientieren

hätten. Dazu zählten lt. Hostasch die Verantwortung der
Politik, für eine solidarische Mittelaufbringung für das Gesundheitswesen zu sorgen und einen
chancengleichen Zugang zu allen Leistungen des
Gesundheitswesens für alle BürgerInnen zu wahren. Weiters
hätten alle Menschen unabhängig von ihrem Wohnort Anspruch
auf ein bedarfsgerechtes, qualitativ hochstehendes
Leistungsangebot.
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siehe auch Folgemeldungen zum Thema Pharmig-Preise 1998
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Nähere Informationen:
Pharmig-Pressestelle
Ruth Mayrhofer, Rosemarie Rist
Tel. +43/1/523 29 56
e-mail: pharmig-office@apanet.at

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