Gewalt an Frauen und ihre gesundheitlichen Auswirkungen

Prokop: Aktive Maßnahmen statt passive Toleranz

St.Pölten (NLK) - Mit der Gewalt an Frauen und den damit verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen beschäftigt sich eine Enquete in Baden, die anläßlich des heutigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen abgehalten wird und von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop eröffnet wurde.

Dr. Edith Schlaffer vom Boltzmann Institut beschäftigte sich beispielsweise mit der ganz alltäglichen Gewalt. Der Erziehungswissenschafter Dr. Josef Aigner beleuchtete die Sexualisierung von Gewalt. Ein Schwerpunkt der Tagung war weiters die Behandlung und Heilung der physischen und psychischen Schäden, die Frauen in Gewaltbeziehungen zugefügt werden.

Niederösterreich will daher als ersten Schritt im medizinischen Bereich ein ganzheitliches Modell zur Gewaltprävention erarbeiten, das auch die Kosten, die dem Gesundheitswesen durch Gewalt entstehen, miteinbezieht, erklärte Prokop. Sie meinte, Gewalt gegen Frauen und Kinder gehöre zu den schlimmsten Menschenrechtsverletzungen. Untersuchungen würden zeigen, daß jede fünfte bis zehnte Frau in Österreich schon einmal Gewalt in irgendeiner Form erfahren hat. "Diese Zahlen verlangen von uns endlich aktive Gegenmaßnahmen statt passiver Toleranz", unterstrich Prokop. Im Kampf gegen Gewalt sei auch eine gerechte Frauen- und Familienpolitik notwendig. Ein bundesweites Frauennetzwerk solle alle Aktivitäten koordinieren. Prokop: "In Niederösterreich haben wir bereits einen verstärkten Opferschutz und ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das vor allem auf sexuelle Gewalt abzielt."

Die Enquete wird vom Frauenreferat der NÖ Landesregierung, der NÖ Landesakademie und dem Europäischen Zentrum für Umweltmedizin, Streß und Balneologie, veranstaltet.

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