Gehrer: Trendwende bei Polytechnischen Schulen gelungen

Neue Studie präsentiert

Wien (OTS) "Die Reform der Polytechnischen Schule hat eindeutig eine Trendwende gebracht. Die Schülerzahlen nehmen seither zu.
Seit dem Schuljahr 1996/97 ist der Anteil der Schüler an der Polytechnischen Schule von 18.965 auf 20.500 (plus 8,1 Prozent) angestiegen. Die Polytechnischen Schulen sind damit auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil des österreichischen Bildungssystems und haben ihren Platz für die Berufsvorbereitung gefestigt. Sie sind eine sehr gute Hinführung auf die duale Ausbildung." Das sagte heute, Mittwoch, Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Studienautor Peter Härtel von der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft. ****

Die Polytechnische Schule hat das erste Jahr ihrer neuen Organisatonsform hinter sich. Durch die neue Gewichtung von Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Berufsgrundbildung und der Vorbereitung auf den Eintritt in das Berufsleben werden junge Menschen am Ende der Pflichtschulzeit besser auf ihren künftigen Berufs- und Bildungsweg vorbereitet. Eine neue Studie über die
Wege der Absolventen der Polytechnischen Schule zum Ende des Schuljahres 1997/98 bringt positive Ergebnisse und belegt die Aufwertung der Polytechnischen Schule.

Die Ergebnisse im Detail:

ERFOLGREICHE VORBEREITUNG AUF BERUFSEINTRITT

82 Prozent der Absolventen der Polytechnischen Schule haben zu Schulschluss bereits eine Zusage oder gute Aussichten für einen Lehrplatz. Dabei entspricht die Berufswahl zu 86,25 Prozent dem bereits in der Schule gewählten Fachbereich

GÜNSTIGE SITUATION FÜR ABSOLVENTEN

Männliche Absolventen haben zu Schulschluss zu 88 Prozent Zusagen oder gute Aussichten auf Lehrplätze. Drei Prozent treten
in weiterführende Schulen ein. Absolventinnen haben zu 70 Prozent Zusagen. Der Anteil der Mädchen, die eine weiterführende Schule besuchen, liegt mit elf Prozent jedoch deutlich höher.

ERFOLGREICHES KONZEPT DER ORIENTIERUNGSPHASE

Während oder nach der Orientierungsphase am Beginn des Schuljahres ändert ein Viertel der Polytechnischen Schüler ihren Berufswunsch. 99 Prozent wissen am Ende des Schuljahres, welchen Berufs- und Bildungsweg sie gehen möchten, nur 1,11 Prozent haben keine Vorstellungen.

PLÄNE UND AUSSICHTEN

Ziele in der Weiterentwicklungen der Polytechnischen Schulen
sind laut Gehrer vor allem die Fachbereiche in Abstimmung mit den Angeboten der regionalen Wirtschaftsbetriebe, Schwerpunktmaßnahmen für Mädchen (z.B. Motivation für untypische Berufe), die gezielte Förderung von Schülern mit Defiziten, damit mehr Jugendliche einen Pflichtschulabschluss schaffen und geeignete weitere Ausbildungsformen finden sowie die verstärkte Kooperation mit Berufsschulen, den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, WIFI, Arbeitsmarktservice, Betrieben usw. (z.B. Verstärkung der Berufspraktischen Wochen, außerschulische Lernorte besuchen).

Die Studie "Berufsüberleitung an Polytechnischen Schulen" wurde im Auftrag des Unterrichtsministeriums von der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft und dem Pädagogischen Institut des Bundes in der Steiermark durchgeführt. Dabei wurden österreichweit 273 Polytechnische Schulen mit 680 Klassen und 14.981 Schüler - davon 4.878 weiblich – befragt. Das sind 73 Prozent aller Polytechnischen Schüler in Österreich.
(Schluss)

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