Osterweiterung erfordert Harmonisierung im Verkehrsbereich

Verkehrswirtschaft fordert Einbeziehung in Beitrittsgespräche Präsentation der neuen "prognos"-Lkw-Verkehrsstudie

Wien (PWK) - Die großen Unterschiede bei den
Wettbewerbsbedingungen im europäischen Straßengüterverkehr erfordern dringend eine Harmonisierung. Nur so läßt sich in liberalisierten Verkehrsmärkten Chancengleichheit gewährleisten. Die Harmonisierung muß aber nicht nur in den heutigen EU-Mitgliedsländern (sowie mit westeuropäischen Nicht-EU-Ländern) vorangetrieben werden, sondern auch intensiver Bestandteil von Beitrittsverhandlungen mit neuen EU-Beitrittsländern sein, erklärte der Obmann der Bundessektion Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Harald Bollmann, am Mittwoch in einem Pressegespräch unter Hinweis auf eine soeben fertiggestellte "prognos"-Studie zum Thema Lkw-Verkehr und EU-Osterweiterung. ****

Die Öffnung Europas in Richtung Osten und der Beitritt ost- bzw. mitteleuropäischer Länder zur EU bewirkten eine Fülle "zu erledigender Hausaufgaben" seitens der nationalen und internationalen Verkehrspolitik, heißt es in der für den Fachverband Güterbeförderung erstellten Bestandsaufnahme des "prognos"-Teams (Basel): "Werden Grenzen und Märkte ohne begleitende Harmonisierungsmaßnahmen geöffnet, ist mehr Transparenz erforderlich, um unternehmerische und verkehrspolitische Entscheidungen besser fundieren und die Harmonisierungserfordernisse für die Politik aufzeigen zu können".

Bollmann verwies in diesem Zusammenhang auf die vor kurzem veröffentlichte "Innsbrucker Erklärung" der österreichischen Verkehrswirtschaft, in der ein Infrastrukturausbau aller Verkehrsbereiche gefordert wird, um fairen Wettbewerb und marktfähige Transportangebote zu sichern. Unter dem Blickwinkel der kommenden EU-Erweiterung und der bis 2010 prognostizierten Verkehrsentwicklungen wäre ein bloßes "Feindbilddenken", wie z.B. gegenüber dem Nutzfahrzeug Lkw, sicher der falsche Weg. Eine befriedigende Lösung lasse sich vielmehr, wie Bollmann betont, nur auf der Basis sachlicher Analysen, wie eben der "prognos"-Studie, und unter Einbeziehung aller Verkehrsträger (Schiene, Straße, Wasser, Luft) erzielen. Die freie Wahl des Verkehrsmittels durch die Nachfrager nach Güterverkehrsleistungen müsse unbedingt gewahrt bleiben. "Nicht staatliche oder halbstaatliche Einrichtungen können darüber entscheiden, was-wann-wohin und durch wen transportiert werden darf".

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