Wird Semmeringbahn als erste Eisenbahnlinie Welterbe-Stätte?

UNESCO fällt Entscheidung Anfang Dezember

St.Pölten (NLK) - Mit Spannung erwartet man bei der Naturschutzorganisation "Allianz für Natur" die Entscheidung des UNESCO-Welterbe-Komitees, das vom 30. November bis 5. Dezember in Kyoto (Japan) darüber entscheidet, welche Naturlandschaften und Kulturdenkmäler zu Welterbestätten erklärt werden. Für Österreich geht es hiebei insbesondere um die Semmeringbahn, die im September 1995 zur Aufnahme in die Welterbe-Liste nominiert wurde.

Weshalb das UNESCO-Welterbe-Komitee bis heute keine Entscheidung zur Semmeringbahn gefällt hat, liegt daran, daß es derzeit keine einzige Eisenbahnstrecke weltweit gibt, die zur Welterbe-Stätte erklärt wurde. Deshalb wurde vom Komitee eine internationale Vergleichsstudie in Auftrag gegeben, in deren Rahmen auch eigene Kriterien für Eisenbahn-Welterbe-Stätten erstellt wurden. Die Naturschutzorganisation hat zu diesem Zweck eine eigene wissenschaftliche Dokumentation über die Semmeringbahn erstellen lassen und der UNESCO zur Verfügung gestellt.

Laut "Allianz für Natur" stehen die Chancen, daß die Semmeringbahn als erste Eisenbahnlinie der Welt aufgenommen wird, auf jeden Fall gut. Zum einen werden hier alle Kriterien für die Aufnahme erfüllt. Zum anderen gibt es auch eine positive Empfehlung des "Internationalen Rates für Denkmalpflege", der die UNESCO in Angelegenheiten der Kulturdenkmäler berät.

Sollte die Semmeringbahn mit ihren 16 Tunnels und 16 teils zweistöckigen Viadukten diese hohe Auszeichnung erhalten, wäre ihr der Schutz der internationalen Staatengemeinschaft sicher und würde der voll in Betrieb stehenden Semmeringbahn auch weltweites Ansehen bringen. Dies wiederum käme der gesamten Semmering-Region zugute und würde dem qualitativen Tourismus neue Impulse geben. In Kyoto soll über die Aufnahme von insgesamt 40 bis 60 Welterbe-Kandidaten entschieden werden.

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