AK fordert bessere Anlegerinformation bei Investmentfonds

Wien (OTS) - Eine verbesserte Berechnung der Ertragsangaben bei Investmentfonds und eine Berücksichtigung der Ausgabe- und Wiederveranlagungsaufschläge fordert die AK als Schlußfolgerung aus dem heute, Dienstag, präsentierten VKI Test über Investmentfonds. Darüber hinaus ist es auch notwendig, daß die Anbieter Musterdepots berechnen, wobei auch alle weiteren mit dem Erwerb des Investmentfonds verbunden Kosten sowie die steuerliche Belastung berücksichtigt werden, verlangt die AK. ****

Die AK fordert eine Verbesserung bei der Berechnung der Ertragsangaben (Performance Berechnung) bei Investmentfonds. Bei
der Performance Berechnung sollten der Ausgabeaufschlag und die Ausgabeaufschläge für die Wiederveranlagung bei Reinvestitionen in den Fonds ebenso berücksichtigt werden. Die AK verlangt weiters
von den Anbietern, daß Musterdepots berechnet werden, bei deren Performance-Berechnung alle weiteren mit dem Erwerb des Investmentfonds verbundenen Kosten, wie Depotgebühren, etwaige An-und Verkaufsspesen, sowie die steuerliche Bealstung berücksichtigt werden. "Damit hätte der Anleger eine realistischere Ertragseinschätzung in der Hand," sagen die AK Konsumentenschützer.

Ein heute, Dienstag, vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) präsentierter Test zeigt, daß die von der Oesterreichischen Kontrollbank vorgenommene Performanceberechnung eine zu geringe Aussagekraft über die Ertragsaussichten eines Investmentfonds aufweist. Denn es bleiben die mit dem Fonds verbundenen Ausgabe-
und Wiederveranlagungsaufschläge gänzlich unberücksichtigt: So kamen die Nettorenditen von Rentenfonds bei einer
Veranlagungsdauer von fünf Jahren und einem eingesetzten Kapital von 100.000 Schilling zwischen 1,6 bis 2,1 Prozentpunkten unter
den angegebenen Performancezahlen zu liegen. Das führte letztlich dazu, daß vier der elf untersuchten Rentenfonds einen geringeren Nettoertrag hatten als ein Sparbuch mit einer Verzinsung von 5,5 Prozent nach Abzug der Kapitalertragssteuer, und nur sechs Fonds einen höheren Nettoertrag wie das zweite zu Vergleichszwecken herangezogene Sparbuch mit einer Verzinsung von 5,75 Prozent abzüglich der Kapitalertragssteuer hatten.

"Verbesserte Anlegerinformationen sind für die Anlageentschiedung von Sparern enorm wichtig," betonen die AK Konsumentenschützer, da sich gerade Investmentfonds als Alternative zum Sparbuch als auch für die Pensionsvorsorge zunehmender Beliebtheit erfreuen. Solange die Anbieter jedoch nur die Performancezahlen in den Vordergrund
der Beratung rücken und die mit der Anlage verbundenen Kosten
nicht anschneiden, rät die AK den Anlegern, die Nettorendite von den Anbietern unbedingt abzuverlangen.

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