Baubeginn für das neue Komponentenwerk Lannach

Graz/Lannach (OTS) - Im sogenannten Euro-Industriepark der weststeirischen Marktgemeinde Lannach (Bezirk Deutschlandsberg) errichten Magna Europa und die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik auf einem Areal von 162.000 m² eine neues Werk zur Herstellung hochwertiger Komponenten für die Automobilindustrie. Mit einem feierlichen ersten Spatenstich wird heute mittag der offizielle Baubeginn der ersten Baustufe neuen Werkes vollzogen. Der in drei Baustufen bis zum Jahr 2002 vorgesehene Vollausbau des Werkes erfordert für das Grundstück und die Baulichkeiten sowie für Maschinen und Einrichtungen Investitionen in der Gesamthöhe von rund 3,3 Milliarden Schilling.

Nach Fertigstellung der ersten Baustufe mit einer Bruttogeschoßfläche von rund 34.000 m² werden Ende August 1999 zunächst rund 400 Mitarbeiter/innen die Fertigung von Allradgetrieben und Achsen aufnehmen. In der Endausbaustufe mit einer verbauten Fläche von rund 78.000 m² werden aus heutiger Sicht rund 1350 Mitarbeiter/innen in Lannach tätig sein - um rund 550 mehr als in der derzeitigen Komponentenfertigung im Werk Graz-Thondorf.

Der Entscheidung zur Errichtung des Werkes Lannach liegt die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsbereiches Komponenten der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik in den letzten Jahren zugrunde. Von 1995 bis 1998 konnte der Umsatz in diesem Geschäftsbereich von 890 Mio auf zwei Milliarden Schilling mehr als verdoppelt werden. Aufgrund der guten Auftragslage und der positiven mittelfristigen Perspektiven kann bis zum Jahr 2002 mit einer weiteren Umsatzverdoppelung auf rund vier Milliarden Schilling gerechnet werden. Da die vorhandenen Produktionskapazitäten im Hauptwerk Graz nicht mehr ausreichten und eine Erweiterung mangels freier Flächen nicht zuließen, wurde ein alternativer Standort gesucht und schließlich mit dem rund 15 Autobahnminuten westlich von Graz gelegenen Euro-Industriepark Lannach gefunden. Die wichtigsten Entscheidungskriterien zugunsten von Lannach waren

*die Verfügbarkeit der als Industriegrund gewidmeten und aufgeschlossenen erforderlichen Grundfläche,

*die gute Erreichbarkeit für die Mitarbeiter/innen speziell
aus dem Raum Graz und Graz-Umgebung, der West- und der Südsteiermark,

*die gute Verkehrsanbindung und

*die Tatsache, daß Lannach als das dem Hauptwerk Graz-Thondorf am nächsten gelegene EU-Regionalfördergebiet ausgewiesen ist.

Die Errichtung des neuen Komponentenwerkes wird die Position der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik als Systemlieferant der internationalen Automobilindustrie nachhaltig stärken. Speziell auf dem Gebiet von Allradkomponenten und -systemen kann das Unternehmen seine Stellung als einer der führenden Anbieter der Welt aufgrund von bereits in den Büchern befindlichen Großaufträgen für europäische und amerikanische Automobilhersteller weiter ausbauen.

Wesentlichen Anteil an Aufwärtsentwicklung des Geschäftsbereiches Komponenten hat das umfassende Entwicklungs-Know how der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik: Alle produzierten Komponenten können auch im eigenen Hause entwickelt werden. Zusätzlich kommt dem Unternehmen bei der Entwicklung und Produktion von Komponenten die langjährige Erfahrung und Kompetenz des langjährigen Fahrzeugherstellers zugute.

Wenn auch der Schwerpunkt auf Allradaggregaten und -systemen liegt, so entwickelt und fertigt die SFT doch auch eine Reihe anderer Komponenten wie etwa Fahrwerkskomponenten und komplette Achsen. Ein völlig neuer Produktbereich, der sich ebenfalls äußerst erfreulich gestaltet, wurde mit der Entwicklung und Fertigung von Ausgleichssystemen für Motoren (Ausgleichswellen) erschlossen.

Der Bau des neuen Komponentenwerkes Lannach ist für die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik bereits das dritte große Investitionsprojekt innerhalb der letzten zwei Jahre:

*Im vergangenen Juni wurde im Werk Graz-Thondorf das mit einem Kostenaufwand von rund 200 Mio Schilling in einer Bauzeit von eineinhalb Jahren gebaute neue Entwicklungszentrum eröffnet und

*vor wenigen Tagen wurde die im Rahmen der Investitionen für
die Erweiterung der Jeep Grand Cherokee-Produktion in Graz die mit einem Kostenaufwand von rund 1,1 Milliarden Schilling errichtete neue Lackieranlage offiziell in Betrieb genommen.

Auf die Mitarbeiter/innen des Geschäftsbereiches Komponenten kommt mit dem Bau des Werkes Lannach in den nächsten Wochen und Monaten eine neue, große Herausforderung zu. Gilt es doch, einen Teil der Produktion mit kürzestmöglicher Unterbrechung von Graz nach Lannach zu übersiedeln und dort neu einzurichten und gleichzeitig die übrige Produktion unter Wahrung der von den Kunden erwarteten hohen Qualität aufrecht zu erhalten.

Rückfragen & Kontakt:

Steyr-Daimler Puch -Fahrzeugtechnik
Herfried Teschl Tel. 0316/404 2911

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