Umweltdachverband ÖGNU: Hupkonzert statt Argumenten Lärm und Abgase der Schotterlobby gegen ein demokratisches und bürgernahes Berggesetz

Wien (OTS) - Langsam aber sicher gehen der Schotterlobby die Argumente aus. "Hupkonzert und Dieselgestank sowie ein provoziertes Verkehrschaos sind der beste Beweis dafür," so Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverband ÖGNU. Nachdem sich immer deutlicher eine Mehrheit für das neue Berggesetz (Mineralrohstoff-Gesetz) abzeichnet, versucht eine kleine Gruppe von Schottergrubenbetreibern die Uhren zurückzudrehen.

"Wer zum jetzigen Zeitpunkt immer noch versucht, die Rechte der Gemeinden und Anrainern von Schottergruben und Steinbrüchen zu beschneiden, ist völlig weltfremd," kritisiert Heilingbrunner," diese Leute stellen bewußt und vorsätzlich wirtschaftlichen Profit vor Lebensqualität der betroffenen Bürger."

Berghauptmannschaft Innsbruck: "Wir tun einmal so, als ob nichts wäre!"

Dieses versteinerte Denken ist aber leider kein Einzelfall. Den Beweis dafür und für ihre Abschaffung liefert wieder einmal die Berghauptmannschaft selbst. Für den Innsbrucker Berghauptmann Peter Mernik ist "allerdings noch nichts fix" was das neue Berggesetz betrifft. Kurz vor Beschlußfassung des neuen Gesetzes will man in Bad Häring, Bez. Kufstein, nämlich die Fläche des örtlichen Steinbruches noch geschwind verdreifachen. Die Replik der Bergbehörde zu diesem aktuellem Verfahren: "Wir tun einmal so, als ob nichts wäre." (Zitat:
TT, 20. November 1998)

"Eine Behörde, die so denkt, ist sich selbst nur mehr im Weg. Diese Behö= rde und das alte undemokratische Berggesetz müssen weg," meint Heilingbrunner abschließend, "sämtliche Vorstöße, den Kompromiß der Bundesregierung zu unterfahren und zu verwässern, müssen beendet werden."

"Die sogenannte IG Rohstoffsicherung zeigt mit ihrer heutigen Aktion ganz offen ihr veraltetes Denken. Wer heute immer noch glaubt, Schotter, Sand und Kies mit dem LKW anstatt mit der Bahn oder Schiff über große Strecken transportieren zu müssen, befindet sich in der ökologischen Steinzeit."

Dem Vernehmen nach soll das Hupkonzert einiger LKWs im Bereich des Schwarzenbergplatzes polizeilich nicht gemeldet und genehmigt sein. Wenn dem so wäre, muß geprüft werden, welche behördenrechtlichen Schritte zu unternehmen sind.

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