Hupkonzert um 5 vor 12 Uhr - Rohstoffabbaubetriebe warnen am Montag, den 23. November 1998, vor den Auswirkungen der Bergesetznovelle

Wien (OTS) - Beschließt der parlamentarische Wirtschaftsausschuß das neue Mineralstoffgesetz, droht ab 1999 hunderten Sand, Kies, Ton Granit etc. abbauenden Betrieben das Aus. Überdimensionierte Verbots-und Distanzzonen zum Wohngebiet, neue bürokratische Hürden und verzögerte Genehmigungsverfahren werden in Zukunft den Übertagabbau von Lockergesteinen nahezu unmöglich machen. Schon bald wird im Osten Österreichs der Rohstoffbedarf aus Ungarn und der Slowakei gedeckt werden. Fazit: Arbeitsplätze in Österreich gehen verloren, die Verkehrsbelastung wird durch die längeren Transportwege zunehmen. Mit dem Hupkonzert soll die Öffentlichkeit auf die Gefährdung der Rohstoffversorgung, die Verkehrsbelastung und den Verlust von über 10.000 Arbeitsplätzen aufmerksam gemacht werden.

Das unter dem Eindruck des Grubenunglücks von Lassing entstandene Gesetz trägt Fragen der Bürgerbeteiligung und Konflikte der Raumordnung auf dem Rücken der im Sand-, Kies-, Ton-, Granit- etc. -abbau Beschäftigten aus. Die Bundesregierung bietet aber nur eine Scheinlösung an, "heiße Eisen" bleiben unangetastet. Erz- oder Magnesitabbaue, Untertagebergwerke bleiben ebenso wie die Rohölförderung der OMV in privilegierter Sonderstellung mit eingeschränkter Parteienstellung für Anrainer und eigener Montanbehörde beim Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten.

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