Mikl-Leitner: Saftige Strafen für Tierquälerei

Alle Landesgesetze erhalten einheitliche Mindeststandards bei Tierschutzbestimmungen

Niederösterreich, 22.11.1998 (NÖI) "Ein Durchbruch im Kampf gegen die Tierquälerei", bezeichnet VP-Landesgeschäftsführerin Mag. Johanna Mikl-Leitner die bevorstehende Unterzeichnung der 15a-Verträge durch die Landeshauptleute. "Damit verpflichten sich alle Länder, daß alle Landesgesetze einheitliche Mindeststandards bei Tierschutzbestimmungen haben. In ganz Österreich wird es damit dieselben Gesetze für die Heimtierhaltung, Tiergärten und Zirkusse geben", erklärt die VP-Managerin.****

Diese österreichweite Regelung war eine zentrale Forderung des Tierschutzvolksbegehren 1996, das von 460.000 Menschen unterschrieben wurde. Durch die neuen Gesetze drohen Tierquälern Verwaltungsstrafen von bis zu 100.000 Schilling. Die künftig verbotenen Vergehen betreffen unter anderem das Kupieren der Ohren und des Schweifes, das Entfernen der Krallen oder Zähne, Tierkämpfe, Stachelhalsbänder, die Durchtrennung der Stimmbänder, so Mikl-Leitner.

"Das Quälen von Tieren ist ein Quälen von Lebewesen. Es kann nicht sein, daß Vergehen gegenüber Tieren als Kavaliersdelikte gesehen werden. Mit dem neuen Gesetz soll dem Unwesen bei der Tierquälerei ein Riegel vorgeschoben werden. Tierschutz ist kein Minderheitenanliegen", betonte Mikl-Leitner.

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