Top IT-Trends bei 10. Gartner Group Symposium ITxpo in Cannes Cannes, Frankreich, 2.-5. November 1998

Wien (OTS) - Neben der Präsentation der wichtigsten IT-Trends für die nächsten fünf Jahre wurde bei der Gartner Group Symposium ITxpo Anfang November in Cannes heuer auch ein Schwerpunkt auf Themen wie Ausrichtung von IT-Strategien an den wirtschaftlichen Zielen des Unternehmens, Auswege aus dem stets wachsenden Fachkräfte-Mangel in der IT und Wissensmanagement gelegt.

Die nunmehr 10. Gartner Group Symposium ITxpo in Cannes bot in diesem Jahr wieder rund 4.500 IT-Entscheidungsträgern aus ganz Europa die Gelegenheit, die entscheidenden IT- und Management-Strategien im Kontext mit den weltweit beobachteten IT-Trends aus Sicht der etwa 100 anwesenden Gartner Group Analysten kennenzulernen und mit diesen zu diskutieren. Auch österreichische Unternehmen und Institutionen wie Generali Office Service AG, ORF, ÖBB, Österreichische Lotterien, Spar oder Magistrat der Stadt Wien nutzten das Symposium, sich umfassen zu informieren. Über 140 parallel laufende Sessions boten in den vier Tagen Strategien zu Themen wie "How best to maximise return on IT investments", "How to gain the benefits of an effective e-business model" oder zu Technologie-Trends wie IT Security, Electronic Commerce, Knowledge Management, Telecommunications, Year 2000, Asset Management, Network Computing, Dokumenten-Management, Interactive Media oder Java um nur einige zu nennen.

Zusammenwachsen von IT und Management

Wie in einem der ersten Szenarios zum Thema "Delivering Business Value Through IT" betont wurde, wird in Zukunft ein Zusammenwachsen der IT mit der generellen Ausrichtung des Managements zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor für Unternehmen werden. Beeinflußt durch zunehmende unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, die komplexe Netzwerke zur Vorraussetzung des wirtschaftlichen Bestehens macht, sieht die Gartner Group bis ins Jahr 2003 die Tendenz, daß 75 % der IT-Organisationen ihr Aufgabenfeld weg von der herkömmlichen Rolle als direkter IT Dienstleister hin zu einer Rolle als "Broker" entwickeln werden, der die Resourcen im Unternehmen verwaltet und wirtschaftlichen Erfordernissen zu entsprechen hat.

Mangel an Fach-Spezialisten und Zugriff auf externes Know-how

Weitere Themen, die in den nächsten fünf Jahren für viele Unternehmen zur Kernfrage werden könnten, sind die wachsende Nachfrage nach IT-Spezialisten sowie die sogenannten "Sourcing"-Überlegungen, d.h. welche Funktionen in der IT übergebe ich einem externen Dienstleister ohne wichtiges Know-how für das Unternehmen zu verlieren? Die Prognose der Gartner Group lautet hier, daß bis ins Jahr 2003 für jeweils 10 benötigte nur 7,5 IT-Profis zur Verfügung stehen werden (mit regionalen Unterschieden) und etwa 60 % der großen Unternehmen auf externes Personal zurückgreifen müssen um mehr als die Hälfte ihrer IT-Aktivitäten abwickeln zu können. Technische und produktspezifische Fähigkeiten werden hierbei am häufigsten ausgelagert (im Jahr 2003 werden nur mehr 35 % dieser Skills von hausinternem Personal erledigt).

Diese Prognose bedeutet auch, daß der derzeit vorherrschende Mangel an Fach-Spezialisten auch nach Bewältigung der Jahr 2000-Hürde keine wesentliche Erleichterung erfahren wird. Im Gegenteil wird es in Zeiten von steigender Fluktuation (Durchschnitt in Europa ist 17 %) bei IT-Personal immer wichtiger für Unternehmen, gute Mitarbeiter durch attraktive Ausbildungsprogramme (auch für Management-Fähigkeiten!), Eigenverantwortung und Anerkennung an das Unternehmen zu binden und sich gleichzeitig eine flexible Organisation aufzubauen.

Wissen als Produktionsfaktor im Unternehmen

Durch immer bessere technische Möglichkeiten zum Knowledge-Transfer wird der Unternehmenserfolg in den nächsten Jahren insbesondere in DL-Branchen zunehmend vom richtigen Einsatz des intellektuellen Kapitals abhängen. Ein Unternehmen, das das Wissen systematisch für den Unternehmenserfolg nutzen möchte, sollte mehrere Faktoren berücksichtigen. Die Weitergabe von Erfahrungswerten zwischen Mitarbeitern und der effiziente Zugriff auf vorhandenes Wissen stellen nur den ersten Schritt in richtung Knowledge Management dar. Weiters muß die Anwendung und das Teilen von Wissen auf eine geeignete organisatorische Basis gestellt werden um zur letzten Stufe, nämlich dem Zusammenwirkung von "Knowledge sharing", "Knowledge application" und "Knowledge creation" zu gelangen und damit auch das innovative Potential im Unternehmen zu nutzen.

Unterschätzt werden darf eine umfassende Einführung von Wissensmanagement im Unternehmen jedoch nicht - neben einer Fülle von kulturellen Barrieren bei der Weitergabe von Wissen sind mit dieser Art von Projekten hohe Investitionen in die Ausbildung der Mitarbeiter sowie in die erforderliche technologische Infrastruktur (Datenspeicherung, Netzwerk, Kommunikation im Unternehmen, ...) verbunden. Gartner Group beziffert die Kosten von Knowledge Management mit bis zu 10 % des Umsatzes, die jedoch die Freisetzung des gesamten Wissenspotentials zur Erreichung der Business Ziele des Unternehmens rechtfertigen sollen.

Nähere Auskünfte zu den Trends der Gartner Group ITxpo erhalten Sie bei Rainer Bernert, Gartner Group Österreich unter Tel: 01/533 23 50-0, Programmanforderung und Anfragen zu den Trend-Events des Future Network bei Mag. Maria Meiler unter Tel: 01/522 36 36-37 oder per E-mail: office@future-network.at.

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