"Neue SPÖ-NÖ": Schlögl bei Sonderparteitag (6)

Die SPÖ-Niederösterreich wird offener

Niederösterreich (OTS-SPI) "Unsere niederösterreichische Partei ist nach Wien die stärkste Landesorganisation und eine
der stabilsten Landesparteien. Darauf können wir stolz sein.
Wir werden aber neue Wege gehen müssen, um auch in
Zukunft als landespolitische Kraft wirksam zu sein. Wir werden gemeinsam viel Neues unternehmen - viel Neues auch in der
Partei. Auch in unseren eigenen Reihen wird es Reformen
geben und geben müssen", kündigte Schlögl an.

"Wir brauchen deshalb eine klare Öffnung, die Interessierte
an unserer Arbeit willkommen heißt, aber auch Kritiker und Gegenstimmen zuläßt, Kreativität und Vielfalt ernst nimmt. Es muß in unserer Partei möglich sein, mitzuarbeiten und
Funktionen zu übernehmen, selbst wenn man nicht die
traditionelle "Parteilaufbahn" durchgemacht hat. Wir dürfen Quereinsteigern nicht die Türe verschließen", betonte er.

Schlögl: "Wir müssen daher auch unsere Organisationen und
die Organisationsstrukturen überdenken. Strukturelle
Neuerungen auf lokaler Ebene sind unbedingt notwendig, um
als moderne Kraft anerkannt zu werden."

"Wir beschließen heute ein neues Statut, weil wir die Möglichkeiten der Mitarbeit von Nichtparteimitgliedern
vergrößern wollen. Nichtparteimitglieder sollen künftig auch auf Listen der SPÖ die Politik dieses Landes mitgestalten können", sagte er.

"Eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre wird die Vertretung der Frauen in der Politik sein. Wir niederösterreich-ischen Sozialdemokraten waren dabei immer Wegbereiter. Das
beweist die Tatsache, daß wir von allen Parteien in den
Ländern die meisten weiblichen Bürgermeister haben - darunter
auch von einer der größten Städte Österreichs, nämlich Wiener Neustadt. Außerdem haben wir im Land zwei Frauen in Spitzenpositionen, nämlich eine in der Landesregierung und
eine zweite Frau als Präsidentin des Landtages. Bei uns haben
sich also jetzt schon Frauen durchgesetzt und leisten in den schwierigsten politischen Funktionen hervoragendes. Trotzdem
gibt es noch viel zu tun, bis die volle Vertretung der Frauen auf allen Ebenen gesichert ist."

"Mein Ziel ist die gleichberechtigte Beteiligung der Frauen in allen Funktionen und Mandaten unserer Partei. Denn das
entspricht einfach der Umsetzung unserer sozialdemokrat-
ischen Grundsätze: - Wir werden daher als neue SPÖ die Zahl
der Frauen an wählbarer Stelle bei der nächsten Nationalrats-
wahl deutlich erhöhen - und die organisatorische Trennung
zwischen der Arbeit der Frauenorganisation und der Partei ab
sofort aufheben: Die Frauen bekommen die sofortige und
umfassende Unterstützung der gesamten Organisation weil sozialdemokratische Frauenarbeit ein sozialdemokratisches
Anliegen ist und hier die bisherigen Trennlinien einfach fallen müssen", sagte Schlögl.

Zur Jugend stellte Schlögl fest: "Die Jugend muß künftig
mehr Möglichkeiten der Mitsprache haben. Wir müssen daher
ganz besondere Schritte in Richtung Jugend setzen, um sie mit unseren sozialdemokratischen Zielen, unseren Werten, vertraut
zu machen und mehr Kontakt zu bekommen. Und dabei genügt
es nicht, die Jungen plakatieren zu schicken, sondern wir
müssen ihnen auch das Mitreden, das Mitentscheiden und das Mitgestalten wirklich ermöglichen. Meinem Wunsch entsprech-
end, werden wir daher heute als neue SPÖ wesentliche
Schritte zu einer stärkeren Vertretung der Jugend in unseren Gremien und der Partei setzen.."
(Fortsetzung)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-NÖ Pressereferat: 0664-1633245

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN