"Neue SPÖ-NÖ": Schlögl bei Sonderparteitag (4)

Die SPÖ-Niederösterreich wird eigenständiger

Niederösterreich (OTS-SPI) "Ich war mir schon bewußt, daß
die ÖVP nichts unversucht lassen wird, um mir den Start als Vorsitzender der SPÖ so schwer wie möglich zu machen.
Tatsächlich ist es dann auch so gekommen und hat gezeigt,
daß die ÖVP eine Auseinandersetzung mit uns Sozial-
demokraten will. Wir haben uns dieser Auseinandersetzung
gestellt und diese Konfrontation mit Sachargumenten in der Öffentlichkeit klar gewonnen", hob Schlögl hervor.

Weiter: "Das Verhalten der ÖVP-Niederösterreich hat mich
nicht überrascht. Ihr wißt, ich spiele leidenschaftlich gerne Fußball, und da kenne ich dieses Verhalten vom Fußballplatz.
Wenn da ein neuer Spieler kommt, dann kriegt er vorsorglich
gleich einmal eine drüber - präventiv, um ihm die Schneid abzukaufen. Nur - bei mir hat das nie funktioniert und wird nie funktionieren, denn von solchen unfairen Methoden hab" ich
mich noch nie beeinflussen lassen, ganz im Gegenteil:
Denn gerade dann, wenn so etwas passiert ist, habe ich
nämlich meine schönsten Tore geschossen und das wird auch
diesmal so sein, das garantiere ich Euch!"

"Es wird keinen Interessenskonflikt zwischen Bund und Land geben. Es gibt keine Unterscheidung zwischen einem
"Landespolitiker Schlögl" und einem "Bundespolitiker Schlögl"
- denn gerade wir Sozialdemokraten zeichnen uns eben auch
dadurch aus, daß wir kein doppeltes Spiel spielen und unsere Überzeugungen nicht dem jeweils anwesenden Publikum
anpassen - sondern eine klare Linie haben", sagte er.

"Die niederösterreichische Sozialdemokratie hat immer im Interesse der Menschen dieses unseres Heimat-Landes agiert
und hat bewiesen, daß sie zur Zusammenarbeit bereit ist. Auf-bauend auf eine hohe Diskussionskultur haben wir für dieses
Land gearbeitet und werden das weiter tun", stellte er fest.

Schlögl: "Ich habe nicht vor, an den politischen Zielen der niederösterreichischen Sozialdemokratie Änderungen oder
einen radikalen Kurswechsel vorzunehmen. Aber der
Leitgedanke unserer Politik, von dem jede Maßnahme getragen
werden muß, muß verstärkt heraus gearbeitet werden, denn er heißt: Was bringt eine politische Entscheidung für die
Menschen! Welchen Nutzen hat ein politisches Vorhaben für
den Einzelnen ! Wir sind die Partei, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht."

"In meiner bisherigen politischen Tätigkeit habe ich mich
immer für einen konstruktiven Dialog mit dem politischen
Gegner, mit den Kritikern, ausgesprochen und Erfolg damit
gehabt. Ich werde diesen Weg des Gesprächs und der
Zusammenarbeit in Niederösterreich fortsetzen."

"Es ist die Aufgabe der SPÖ-Niederösterreich, mitzuregieren. Jedoch müssen wir uns gegenüber den anderen Parteien -
speziell der ÖVP - klarer positionieren und unsere Standpunkte
und Inhalte stärker als bisher herausarbeiten und öffentlich umsetzen. Wir werden keine Berührungsängste zu Bürger-initiativen, Institutionen und anderen politischen Parteien
haben. Für uns werden die Interessen der Menschen dieses
Landes im Vordergrund stehen und nicht kleinkarierte
Parteipolitik", sagte er.
(Fortsetzung)

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