HÖGER : MODERNE STRUKTUREN; BEKENNTNIS ZU WIRTSCHAFTSSTANDORT

Landesparteitag der SPÖ-NÖ in St.Pölten / Höger zieht Bilanz 3

St. Pölten (SPI) Wir brauchen ein klares Bekenntnis zu Niederösterreich als Wirtschaftsstandort und zur Schaffung moderner Strukturen, sowohl im Verkehrs- als auch im Kommunikationsbereich sowie bei der Ausbildung. Einen klaren Schwerpunkt hat dabei die produzierende Wirtschaft sowie der qualifiziert dienstleistende Bereich zu bilden, da dort die größte Wertschöpfung zu erzielen ist. Ein alleiniges Setzen auf den Fremdenverkehrs-, Freizeit- und Dienstleistungssektor ist dabei zuwenig, weil der Mix zwischen produzierenden und dienstleistenden Bereichen zu kippen droht - und Dienstleistungen muß man sich auch leisten können, hob Landeshauptmannstv. Ernst Höger Samstag in seinem Referat beim Landesparteitag der SPÖ-NÖ in St.Pölten hervor. "Um im internationalen Wettbewerb einer globalisierten Welt bestehen und unsere hohen sozialen, arbeitsrechtlichen und umweltpolitischen Standards aufrechterhalten zu können, müssen wir unseren Ausbildungs-und Qualitätsvorsprung sichern, der gemeinsam mit der sozialen Sicherheit und modernen Strukturen wesentliche Ansiedlungskriterien internationaler Betriebe darstellen", betonte Höger.

Beispielgebend für diesen neuen Weg der Wirtschaft ist die Schaffung von Zentren, wo ausgebildet, geforscht und produziert wird, wie die Civitas Nova in Wr. Neustadt, wo mit dem RIZ, der Fachhochschule und dem Kompetenzzentrum für Medizin und Rehabilitationstechnik ein Kristallisationspunkt auf europäischen Niveau geschaffen wurde und bereits höchste internationale Anerkennung findet, unterstrich der Landeshauptmannstv. Ausgehend von diesem Beispiel folgen nun Innovations-, Technologie- und Forschungszentren in allen Teilen des Landes. Ganz wesentlich dabei ist es, regionale Schwerpunkte zu entwickeln, sodaß wir uns nicht im Land selbst konkurrieren. "Zentrale Bedeutung kommt dabei auch dem Ausbau von Hochleistungsträgern im Verkehrsbereich zu, wobei der Schiene der klare Vorzug zu geben ist. In diesem Zusammenhang müssen wir auch darauf achten, daß Niederösterreich den Anschluß an die europäischen Netze und Transitrouten nicht verliert: Dem Ausbau der Westbahn kommt deshalb ebenso große Bedeutung zu, wie der Beseitigung des Nadelöhrs Semmering im Zuge der Südbahn", stellte Höger klar.

Diese Verkehrsanbindungen müssen auch zügig Richtung Osten ausgebaut werden. Die dortige Wirtschaft erlebt vor allem in den Grenzregionen einen gewaltigen Aufschwung, an dem wir partizipieren können. "Es geht nicht an, zuerst jahrzehntelang den Eisernen Vorhang zu bejammern – und jetzt seinen Wegfall. Wir müssen die Ostregion als Gesamtheit betrachten, die auch in ihrer Gesamtheit entwickelt werden muß", unterstrich der Landeshauptmannstv. Sich selbst zum Mittelpunkt Europas und damit zur Drehscheibe zum Osten zu erklären, ist zuwenig, um die sich bietenden Chancen nutzen zu können. "Eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit ist die beste friedenssichernde Maßnahme, wie die EU in den letzten 50 Jahren bewiesen hat. Die Migrationsprobleme werden mit Maßnahmen des Grenzschutzes allein nicht zu lösen sein. Nur eine Angleichung der Standards und die Schaffung von neuen Wohlstand im Osten können dieses Problem lösen und das Friedensprojekt Europa nachhaltig absichern", stellte der Landeshauptmannstv. klar.
(Forts.) nk/wb

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