Erstes Labor des Technologiezentrums Medizintechnik/Rehabtechnik Wr. Neustadt Standort der wissenschaftlichen Einrichtungen

(nlk) - Die Stadt Wr. Neustadt erlebt einen weiteren wichtigen Schritt, namhafte wissenschaftliche Einrichtungen vor Ort zu positionieren: In der Fachhochschule hat heute das erste Labor des Technologiezentrums Medizintechnik/Rehabtechnik offiziell den Betrieb aufgenommen. Dabei wird vor allem die Schlüsseltechnologie der Mikrosystemtechnik berücksichtigt. Zudem wurden auch die Gemeinschaftslabors für Ultrapräzisionstechnik und für Handhabung, Montage und Automation der Fachhochschule Wr. Neustadt und des Instituts für Mikro- und Feinwerktechnik der TU-Wien vorgestellt. Die Labors werden Ende 1999 im Technologiezentrum unterkommen, wenn das Objekt fertiggestellt ist.

Schon mit dem Regional-Innovations-Zentrum NÖ Süd wurde ein erster Impuls für die industrielle und gewerbliche Erneuerung gesetzt. Die Fachhochschule mit der größten akademischen Bildungseinrichtung und das Projekt "Civitas Nova" folgten. Mit dem beschlossenen Bau des Technologiezentrums 2 in Wr. Neustadt, das für die Mikrosystemtechnik und dem Schwerpunkt Medizintechnik/Rehabtechnik gewidmet ist, wird die forschungsintensive Infrastruktur bereitgestellt und interessante Möglichkeiten für Industrieansiedlung aufgezeigt. Auch wird der Industrie qualifiziertes Personal angeboten. Die Mikrotechnik, die Minimierung von Verschleiß und Reibung bei mechanischen Systemen -kurz Tribologie genannt - und die Ultrapräzisionstechnik, die bereits bei der Herstellung von Prototypen nahezu serienreife Qualität erreichen, erlauben neue medizinische Standards und die raschere Erfüllung von Anforderungen.

Bürgermeisterin Traude Dierdorf ging besonders auf den Bau des Technologiezentrums 2 in Wr. Neustadt ein und meinte, man habe nicht nur dem internationalen Trend Rechnung getragen, sondern auch mit den in Planung befindlichen zwei Studiengängen den Betrieben der Region qualifiziertes Personal angeboten. Vizebürgermeister Mag. Klaus Schneeberger bezeichnete die Fachhochschulen mit den hohen Ausbildungsmethoden auch als Chance für das Bundesland Niederösterreich. Auch das Projekt Med Austron, das Milliardenumsätze auslöse, unterstütze das Land und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit starkem Interesse. Landesrat Dr. Hannes Bauer sprach zum Aufbau eines Clusters "Health Care Industry NÖ". Die Themenbereiche und das Teilcluster der Medizintechnik, der Ernährung und des Gesundheitsmanagements biete Niederösterreich eine Chance, Gebiete der Medizintechnik zu nutzen. Bundesminister Caspar Einem schließlich zog eine Bilanz der österreichischen und europäischen Bemühungen und meinte, daß Wr. Neustadt eine Rolle als dynamischer Faktor habe, tragfähige Konzepte zu entwickeln.

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