Haiden: Betriebsnachfolge-Problem muß rasch gelöst werden

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Wien (pwk) - "30.000 Unternehmen werden in den nächsten Jahren vor dem Problem der Betriebsnachfolge stehen. Eine Viertelmillion Arbeitsplätze steht auf dem Spiel, wenn hier nicht rasch gehandelt wird", warnte WKÖ-Vizepräsident Rene Alfons Haiden am Kammertag. Bereits 30% aller Insolvenzen werden in der EU dadurch ausgelöst, daß es keine geregelte Nachfolge gibt. Haiden begrüßte daher die Ankündigung von Bundeskanzler Klima bei der Bundestagung der Jungen Wirtschaft, die Erbschafts- und Schenkungssteuer bei Betriebsnachfolgen zu reduzieren. "Insgesamt muß aber auf dem Gebiet der Besteuerung, vor allem bei der Behandlung der stillen Reserven und des Eigenkapitals, noch sehr sehr viel getan werden" betonte Haiden. ****

Der WKÖ-Vizepräsident wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, daß Österreich mit seiner Selbständigenquote von 6% nach wie vor Schlußlicht in Europa ist. Der Durchschnitt bei vergleichbaren Ländern liegt bei 8%. "Das heißt, daß wir in den nächsten Jahren zwischen 80.000 und 160.000 neue Betriebe brauchen, um einerseits die Zahl der ausscheidenden Betriebe auszugleichen und andererseits neue Arbeitsplätze zu schaffen und das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, die kleinen und mittleren Betriebe, zu stärken", so Haiden.

Als weiteren Schwerpunkt der Kammerarbeit nannte Haiden die Vorbereitungen auf den Euro. "Wir dürfen nicht vergessen, daß es in knapp 40 Tagen nur noch eine Währung in Europa gibt und das ist der Euro". Laut einer Umfrage des Fessel-GfK-Instituts sind 46 % der Unternehmen, vor allem größere und mittlere Betriebe und der Handel, bereits in der ersten Phase der Umstellung von der Euro-Einführung betroffen. Eine doppelte Preisauszeichnung auf gesetzlicher Basis lehnte Haiden ab, da Österreich mit einer solchen Maßnahme allein auf europäischer Flur stehen würde. Sollte dies jedoch nicht zu verhindern sein, dann dürfe die Phase nicht länger als drei Monate dauern, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nicht zu schwächen. Haiden verwies auch auf die zahlreichen Euro-Serviceleistungen der Wirtschaftskammern.

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