Bessere Chancen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Prokop: Behinderteneinstellungsgesetz fördert Integration

St.Pölten (NLK) - Die Beschäftigung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen wird verbessert: Mit Ende Oktober 1998 waren in Niederösterreich rund 11.300 schwervermittelbare Menschen und 400 Behinderte nach dem Behinderteneinstellungsgesetz arbeitslos. Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop begrüßt daher die Novelle des Behinderteneinstellungsgesetzes, die gestern vom Ministerrat beschlossen wurde: "Durch die zahlreichen Verbesserungen wie dem Ausbau der Arbeitsassistenz, wo die Menschen besonders betreut werden, fördert das Gesetz nun endlich die Integration dieser Menschen." In Niederösterreich werde diese Arbeitsassistenz schon seit langer Zeit gefördert.

Das Behinderteneinstellungsgesetz sieht vor, Menschen mit besonderen Bedürfnissen möglichst dauerhaft ins Erwerbsleben einzugliedern. Der Dienstgeber ist verpflichtet, auf je 25 Dienstnehmer mindestens einen nach dem Gesetz behinderten Menschen zu beschäftigen. Kommt der Dienstgeber dieser Verpflichtung nicht nach, so muß er eine Ausgleichstaxe entrichten. Die Ausgleichstaxe beträgt momentan pro Monat und offener Pflichtstelle 1.990 Schilling. Die Mittel aus dieser Taxe kommen den Behinderten zugute. Prokop will daher die Beschäftigung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen verstärkt über den Ausgleichstaxfonds fördern. "Auch die anderen Maßnahmen wie die Prämien an Unternehmen, wenn sie Arbeitsaufträge an Einrichtungen erteilen, wo vorwiegend behinderte Menschen arbeiten, tragen zur Beschäftigungssicherung von Behinderten bei", betont Prokop. Eine weitere tiefgreifende Maßnahme sei die Streichung der Ausnahmeregelung für Bund, Länder und Gemeinden, die nun ebenfalls auf 25 Dienstnehmer einen Behinderten beschäftigen müssen. Dem Land wird dieser Mehraufwand sechs Millionen Schilling kosten. Prokop:
"Dieses Geld kommt über den Ausgleichstaxfonds wieder den Menschen mit besonderen Bedürfnissen zugute." Derzeit werden im Amt der NÖ Landesregierung rund 539 Menschen mit besonderen Bedürfnissen beschäftigt, zusätzlich werden 15 über den "Verein Jugend und Arbeit" angestellt. 10 weitere werden demnächst zusätzlich aufgenommen. Das Land fördert außerdem rund 2.000 geschütze Arbeitsplätze.

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