OeNB - Prägebeginn der Euro-Münzen durch die Münze Österreich AG

Wien (OTS) - Anläßlich eines Festtaktes in der Münze
Österreich AG zum Prägebeginn der Euro-Münzen bezeichnete der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Dr. Klaus
Liebscher, den Prägebeginn der Euro-Münzen als wichtigen Meilenstein auf dem Weg in die Währungsunion. Die OeNB sei schließlich "der Kunde" der Münze Österreich bei den Euro-Umlaufmünzen.

Die Münze als Zahlungsmittel hat nach wie vor ihren unverzichtbaren Platz. Sie wird von der Bevölkerung nach wie
vor neben anderen Zahlungsformen, wie elektronische Geldbörse
oder Kreditkarten, sehr geschätzt. Den Österreichern werden ab 2002, dem Jahr der Ausgabe der europäischen Münzen, 8 Münzwerte zwischen 1 Cent und 2 Euro zur Verfügung stehen. Die
Vorderseite der Münzen wird einheitlich sein, die Rückseite länderweise unterschiedlich gestaltet. Damit wird der Vielfalt
der europäischen Kultur Rechnung getragen.

Die von der OeNB gepflegte Politik des stabilen Schillings,
mit einer Wechselkursbindung an die D-Mark als bestmögliche und über Jahrzehnte erfolgreiche Strategie, die der Wirtschaft Kurssicherungskosten in Milliardenhöhe ersparte und eine verläßliche Kalkulationsgrundlage für Investitionen bot, ist
für Österreichs Teilnahme an der WWU eine wichtige
Voraussetzung. Wie Dr. Liebscher betonte, wird der gesetzliche Stabilitätsauftrag durch die Währungsunion nicht verändert.
Durch die Grundsätze der Geldpolitik im ESZB, nämlich Vorrang
der Preisstabilität, Unabhängigkeit sowohl der nationalen Zentralbanken als auch der EZB und Verbot der
Staatsfinanzierung, sieht die OeNB ihre Stabilitätspolitik
gewahrt.

Die Münze Österreich präsentiert sich heute als leistungsfähiges und erfolgreiches Unternehmen, welches den technischen und logistischen Herausforderungen der Euro-Münzenprägung vollkommen gewachsen ist.

Aus Sicht der Münzenproduktion und -logistik wird sich der "Change over 2002" über mehrere Wochen erstrecken. Hierbei geht
es um die komplexen Fragen des Austausches von Schilling- gegen Euro-Banknoten und -Münzen sowie um die besondere Unterstützung bestimmter Wirtschaftskreise (z.B. Automatenhersteller) durch
die Gewährleistung der erforderlichen Flexibilität.

Die physische Einführung des Euro in Form von Banknoten und Münzen ab 1. Jänner 2002 sollte jedenfalls so schnell und effizient wie möglich erfolgen und die Phase des
Parallelumlaufes von Euro und Schilling - nach Möglichkeit -weniger als die vertragsmäßig eingeräumten 6 Monate betragen.

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