Klestil: Österreich an der Schwelle zu einer neuen Gründerzeit

Deutlicher Rückzug von Staat und Verwaltung notwendig - Bundespräsident sprach beim Wirtschaftskammer-Jubiläum

Wien (PWK) - S P E R R F R I S T 1 9 : 0 0 ! ! ****

Für eine "Kultur der Selbständigkeit" plädierte Bundespräsident Thomas Klestil beim Festakt zum 150-Jahr-Jubiläum der österreichischen Wirtschaftskammern. Familien, Schulen und Medien seien aufgerufen, Eigeninitiative und unternehmerischen Mut anzuspornen. "Jeder neue mittelständische Firmengründer gibt im Durchschnitt vier weiteren Menschen Arbeit", hob Klestil hervor.

Der EU-Beitritt habe der österreichischen Wirtschaft einen kräftigen Modernisierungs- und Reformschub gebracht. Seit der Ostöffnung liege außerdem ein großer Zukunftsmarkt vor der Haustür. Das seien gute Voraussetzungen für eine neue "Gründerzeit" in Österreich.

Die Wirtschaftskammer leiste dazu entscheidende Beiträge mit ihrem Außenwirtschaftsnetz, den Weiterbildungseinrichtungen der WIFI, ihrem Engagement bei der Lehrlingsausbildung und vor allem mit der Sozialpartnerschaft, die für das gute soziale Klima in Österreich verantwortlich ist, sagte Klestil.

Trotz dieser Vorzüge dürfe man aber nicht die Probleme übersehen, die dem Durchbruch einer "Gründerzeit" im Wege stehen, warnte der Bundespräsident. Vor allem müßten sich Staat und Verwaltung deutlicher zurückziehen um nicht die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu behindern. Notwendig sei auch ein stärkeres Engagement in Forschung und Entwicklung, denn "neue Arbeitsplätze entstehen dauerhaft nur in innovativen Betrieben". Nicht zuletzt gehe es auch um die Bewältigung des gesellschaftlichen Wandels: in Zukunft werde die private Vorsorge wohl mehr als bisher die öffentliche Fürsorge ergänzen müssen, meinte Klestil.

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Mag. Rupert Haberson

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