Dirnberger: AK fordert ersatzlose Abschaffung der Krankenscheingebühr

Präsident Sallmutter ist für schlechten Stil bekannt

Wien (OTS) - Die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer (BAK)
hat gestern die ersatzlose Streichung der Krankenscheingebühr bei Einführung der Chipkarte gefordert. Das berichtet heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) von der Sitzung des höchsten Gremiums der BAK. Dirnberger: "Wenn HV-Präsident Hans Sallmutter nun in einem Wochenmagazin die Beibehaltung der Gebühr bei Einführung der Chipkarte ankündigt, dann bricht er ein Versprechen. Denn sowohl der Hauptverband als auch die Bundesregierung haben bei der Einführung der Krankenscheingebühr zugesagt, daß diese mit der Chipkarte wieder verschwindet."

Dirnberger übt scharfe Kritik an HV-Präsident: "Hans Sallmutter ist für schlechten politischen Stil, und dazu gehört auch Wortbruch gegenüber der Bevölkerung, bekannt. Er kann aber sicher sein, daß sich die AK dies nicht gefallen lassen wird. Im übrigen wird Sallmutter auch in der GPA, deren Vorsitzender er ist, einigen Erklärungsaufwand haben. Denn auch die GPA-Delegierten zur Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer haben gestern für die Abschaffung der Krankenscheingebühr gestimmt."

Keinen Groschen mehr für Ärzte

Im übrigen, daran erinnert Dirnberger, stellt die Chipkarte eine Verwaltungsvereinfachung für die Ärzte dar. Deshalb sind deren finanzielle Forderungen im Zusammenhang mit der Chipkarte zurückzuweisen. Dirnberger: "Keinen Groschen mehr für die Ärzte, wenn die Chipkarte kommt".

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