SPIRE-Workshop am 3. 12. 1998 in Wien: Erfahrungsaustausch auf höchsten Niveau zur Verbesserung der Wettbewerbschancen von kleinen und kleinsten Softwareunternehmen;

Seibersdorf (OTS) - erfolgreiche Koordination von SPIRE in Österreich durch die ARCS (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf); Präsentation des "Best Practice Guide". =

Wie kann kleinen und kleinsten
Softwareschmieden geholfen werden, um im beinharten Wettbewerb zu bestehen? Anworten darauf geben international anerkannte Experten und Firmenvertreter im Rahmen eines SPIRE-Workshops (Software Process Improvement in Regions of Europe) in Wien.

Genauer Termin: 3. 12. 1998; 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr; Technische Universität Wien, Gußhausenstraße 28, 1040 Wien.

Für Unternehmen - besonders für die kleinen und kleinsten - stellt sich heute, im Zeichen des härter werdenden Wettbewerbs, immer eindringlicher die Frage, wie ihre Leistungsfähigkeit zu bewerten und zu verbessern ist. Als Richtschnur dient dabei die eigene Positionierung innerhalb der Branche bzw. anderer Firmen gleicher Größe und Aufgabe, sowohl regional als auch international. Das Kernstück der Bewertung stellt die Untersuchung der im Unternehmen ablaufenden Prozesse, die Identifizierung der Schlüsselprozesse sowie die Feststellung der Stärken und Schwächen dar.

Das spezifische EU-Projekt SPIRE zielt darauf ab, kleinen und kleinsten Softwareunternehmen die Möglichkeit zu geben, mit EU-Förderung ihre Software- und Geschäftsprozesse durch ,,Mentoren" zu analysieren und diese - fokussiert auf einen oder zwei Schwerpunkte - entscheidend zu verbessern. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit und -position dieser Firmen optimiert werden.

Die Ausschreibung und Bewerbung für die Teilnahme kleiner Softwareunternehmen (bis maximal 50 Mitarbeiter) am EU-Projekt SPIRE erfolgte im Herbst 1997; sie stieß in Österreich auf großes Interesse: Von insgesamt 42 österreichischen Bewerbungen haben 19 (von 22 ausgewählten) den ganzen Benchmarking-Weg beschritten. Als Koordinator von SPIRE in Österreich fungieren die Austrian Research Centers (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf).

Insgesamt beteiligen sich rund 60 kleine Softwarehersteller aus vier europäischen Regionen an der noch laufenden SPIRE-Initiative. Neben den 19 österreichischen Firmen nehmen Softwarebetriebe aus Irland, Nordirland, Schweden und Italien teil. Diese Firmen haben unter der Anleitung eines Beraters - des ,,Mentors" - Prozessassessments durchführen lassen. Anschließend wurde ein aus den Ergebnissen abgeleitetes Software-Prozeßverbesserungsprojekt mit den Mentoren geplant und durchgeführt - gesamte Dauer: maximal sechs Monate. Die Ergebnisse werden in objektiverter Form als Fallstudien bzw. Lehrbeispiele veröffentlicht. Aktueller Stand: Die Optimierungsprozesse sind bereits abgeschlossen und die Fallstudien sind nahezu fertig. Die Beschreibung der Methoden im SPIRE-Handbuch ,,The SPIRE Handbook - Better, Faster, Cheaper Development in Small Organisations" liegen in einem ersten Entwurf bereits vor. Eine Vorab-Ausgabe wird unter den Teilnehmern des SPIRE-Workshops in Wien verteilt.

Wiener SPIRE-Workshop: Prozeßverbesserung für KMUs im Softwarebereich

Der SPIRE-Workshop in Wien, der zugleich auch die IST98 Vienna beschließt (Information Technologies Conference & Exhibition vom 30. 11. bis 2. 12. 1998 im Vienna International Center), dient sowohl der Standortbestimmung als auch des Austausches der bisherigen Erfahrungen, die in mögliche weiterführende nationale und europäische Programme einfließen sollen.

,,Trendbrüche und die ständige Neuverteilung von Chancen halten alle Anbieter von Software in Atem. Wer heute klein ist, kann morgen schon ein ganz Großer sein und umgekehrt", meint DI Erwin Schoitsch, der österreichische SPIRE-Programmkoordinator von den Austrian Research Centers (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf). Und weiter:
,,Die Entwicklung neuer Software wird größtenteils durch die Aufbereitung von Inhalten bestimmt. Dies setzt wiederum bestimmte Fähigkeiten, etwa Kreativität, Einfühlungsvermögen und Kundennähe voraus, die gerade zu den Stärken der kleinen Softwarefirmen zählen. Hier schlummert ein gewaltiges Potential, das es gezielt zu fördern gilt."

ARCS koordinieren SPIRE in Österreich

Das Österreichische Forschungszentrum Seibersdorf war und ist als nationaler Koordinator und Projektmanager mit österreichischen Partnern (TU Graz, Joanneum Research, Universität Linz) in vielen relevanten EU-Initiativen tätig (z.B. ESPITI, ENCRESS, SPIRE, ISA-EUNET). Dabei sind umfangreiche - anonymisierte! -Datensammlungen entstanden, die Aufschluß über die Situation der nationalen Softwarebranche (unter Einschluß von Softwaregruppen in branchenfremden Unternehmen und IT-Dienstleistern) und der Projektkontakte auch die der europäischen Softwareunternehmen geben.

Aufgrund seiner umfangreichen Projekterfahrungen plant das Forschungszentrum Seibersdorf, Benchmarkservices spezialisiert auf den IT-Bereich (und hier insbesondere für den Softwaresektor) anzubieten. Dieses Vorhaben soll in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern realisiert werden. Zentrales Ziel ist, möglichst vielen Unternehmen Hilfestelllungen zu geben, sich zu positionieren sowie ihre Performance in diesem Sektor zu bewerten und zu verbessern. Die SPIRE-Abschlußveranstaltung findet am 13. 1. 1999 in der Wirtschaftskammer Österreich statt.

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Ing. Erwin SCHOITSCH Österreichisches Forschungszentrum
Seibersdorf Tel: ++(0)2254-780-3117; Fax: ++(0)2254-72133
"Spire-Webseite" der ARCS: http://eupro.arcs.ac.at/eupro/spire

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