OeNB - Fachkonferenz "Quick-Automaten 2000"

Wien (OTS) - In einem Beitrag zu der Veranstaltung "QUICK-
Automaten 2000" definierte die Notenbank folgende Themengebiete
im Bereich elektronischer Zahlungssysteme als ihre
Kerninteressen:

  • Sicherheit,
  • Wirtschaftlichkeit,
  • Kontrolle über Geldmenge,
  • Erhaltung und Stärkung des Vertrauens in den Finanzplatz Wien,
  • Teilnahme an der Entwicklung neuer Zahlungssysteme (Ermöglichung "neuer" Geschäfte).

Die Oesterreichische Nationalbank bildet mit ihren
Beteiligungen einen wesentlichen Bestandteil der
österreichischen Zahlungsverkehrslandschaft. Neben den beiden Bargeld-Institutionen GELDZENTRUM (Banknotendruckerei) und
MÜNZE ÖSTERREICH sind Tochterfirmen der OeNB schon seit
mehreren Jahren auf dem Gebiet der elektronischen Zahlungen
aktiv. Seit 1994 besitzt die OeNB 100 % der AUSTRIA CARD, einer Gesellschaft, die bei der Produktion von Plastikkarten (mit
oder ohne Chip) österreichischer Marktführer ist. Auch die QUICK-Karte ist eine Entwicklung der Austria Card, die dem österreichischen Bankensektor (via Europay) zur Verfügung
gestellt wurde. Die jüngste Tochter der OeNB ist die CZS (Chipkarten, Zahlungsmittel Sicherheitsdruck Entwicklungs- und Beratungsges.m.b.H). Es handelt sich hierbei um einen "think-
tank", dessen Hauptaufgabe die Beratung, Forschung und
Entwicklung, insbesonders bei Smart-Card-Projekten sowie die Erarbeitung schlüsselfertiger Lösungen ist.

Weiters besteht eine Beteiligung an der STUZZA (Studiengesellschaft für die Zusammenarbeit im
Zahlungsverkehr). Diese ist ein Gemeinschaftsunternehmen der
OeNB mit 9 österreichischen Großbanken. Der Unternehmungsgegenstand liegt in der Weiterentwicklung des österreichischen Zahlungsverkehrssystems. An der APSS
(Austrian Payment Systems Services GmbH), dem operativen
Abwickler der Europay-Zahlungssysteme sowie von ARTIS, dem österreichischen Bestandteil des europäischen RTGS-Systems
TARGET, hält die OeNB eine 10 %-Minderheit.

Eine enge Kooperation findet auch mit der ARGE SZS (Arbeitsgemeinschaft für die Sicherheit von Zahlungsverkehressystemen mit Smart Cards) statt. Diese ist ein Verbund von Fachleuten, die im Auftrag der OeNB Untersuchungen
über Zahlungssysteme anstellen und Expertisen erstellen. Die
ARGE hat auch in der Vergangenheit bereits die QUICK-Karte im Auftrag der OeNB auf ihre Sicherheit untersucht und dabei in
den Bereichen Geschwindigkeit und Flexibilität neue Maßstäbe gesetzt.

Es ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten, daß Bargeld flächendeckend durch elektronische Zahlungsformen abgelöst
wird. Den Chipkarten - und hierbei in Österreich insbesondere
der QUICK-Karte - werden jedoch durch die Euro-Einführung neue Chancen eröffnet. Die QUICK-Karte ist somit als sehr sinnvolle Ergänzung zu der (Bargeld-)Produktpalette der OeNB zu sehen.

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