Neuer Fall von Daten-Klau im Wiener Innenministerium

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 47/98 vom 19.11.1998 City-Detektiv zahlte jahrelang für Informationen an Beamte Geschenklisten für hochrangige Beamte der Polizei aufgetaucht

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, hat sich nun ein weiterer Wiener Privatdetektiv dazu bekannt, jahrelang an den bei der Interpol tätigen Herbert Z. Geld für Informationen aus dem Zentralcomputer der Polizei gezahlt zu haben. Georg Krasser, Detektiv mit Büro in der Wiener City, meldete sich freiwillig bei NEWS und gestand im Interview: "Ich habe seit mehreren Jahren Daten gekauft. Hauptsächlich Aufenthalts- und Arbeitgeberermittlungen". Der Detektiv gibt weiters an, pro Computer-Auskunft 300 Schilling in bar an den nunmehr inhaftierten Beamten bezahlt zu haben.

Krasser, der offen in NEWS auftritt, beschuldigt die Behörden, am offiziellen Weg nicht schnell genug mit Daten versorgt zu werden. Deshalb, so Krasser, werden die Detekteien "in eine Grauzone gedrängt". Heftig greift der Privatdetektiv auch den Innenminister persönlich an: "Es wird nie ein wirksames Kontrollinstrument gegen eine derartige Erlangung von Auskünften geben. Da können uns nicht einmal der Herr Innenminister und sein Dobermann von der Generaldirektion für öffenntliche Sicherheit einschüchtern".

Außerdem veröffentlich NEWS erstmals sogenannte "Geschenklisten", auf denen die Zuwendungen der Dekteien an hochrangige Beamte angeführt sind. So etwa bekam ein Hofrat und ein hochrangiger Polizeibeamter vom Detektibüro Penk-Lipovsky zu Weihnachten jede Menge Geschenke. Neben Wein, Büchern und CD's vermerkt das "Christkind" aber etwa auch eine "Schachtel" ohne genaue Inhaltsangabe für Walter Schubert, den Leiter der Abteilung II des Innennministeriums

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