Auch bei Drogen gilt: Vorbeugen ist leichter als Heilen

Wien (OTS) - Der Verein "RISIKO" sieht in der Prävention von Suchtverhalten seine primäre Aufgabe. Ganztägiges Symposium am 19. November.

Seit drei Jahren arbeitet der Verein RISIKO in der "Systemischen Prävention von Suchtverhalten" (SPS). Nun tritt er mit einem ganztägigen Symposium am 19. November im WIFI Wien an die Öffentlichkeit. Titel der Veranstaltung: "Partnerschaft in der Suchtprävention". Dabei geht es darum, den Menschen die Eigenverantwortlichkeit in ihrem Lebensumfeld bewußt zu machen. Die Kommunikation mit Eltern, Lehrern und Arbeitgebern sowie von Jugendlichen untereinander ist dabei genauso wichtig wie eine menschengerechte Gestaltung des Lebensraums.

Die Veranstaltung am 19. November beginnt um 9 Uhr vormittag mit der Eröffnung durch den Geschäftsführer Dr. Karl Bohrn und der Begrüßung durch den Familienminister Dr. Martin Bartenstein, den Vizepräsidenten der Wiener Wirtschaftskammer, Mag. Georg Toifl, Dr. Peter Hoffmann von der Wiener Kammer für Arbeiter und Angestellte und Frau Margit Fischer, die Präsidentin des Vereins Risiko.

Univ.-Prof. Dr. Rüdiger Meyenberg von der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg hält anschließend das Hauptreferat über "Sucht und Erziehung - Aspekte eines ursachenorientierten Präventionskonzepts". Um 10.15 Uhr gibt es eine kurze Pressekonferenz. Ab 11 Uhr werden mehrere erfolgreich laufende Projekte vorgestellt. Beteiligte Jugendliche werden gemeinsam mit Eltern und Lehern bzw. Lehrlingsausbildern, zum Teil in szenischen Bildern, über die Projekte berichten. Am Nachmittag um 14 Uhr werden in drei Workshops gemeinsam mit Beteiligten und Experten Erfahrungen ausgetauscht und Möglichkeiten weiterer Aktionen erörtert. Ein spielerisches Rahmenprogramm wird von Freizeitpädagogen betreut. In den Pausen findet eine "Projektmesse" statt, bei der Teilnehmer auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Margit Fischer, die Gattin von Nationalratspräsident Heinz Fischer, ist die designierte Präsidentin von "RISIKO": "Jugendliche sind heute einem technologischen Wandel, einer veränderten Berufswelt und oft auch einer Zertrümmerung der sozialen Strukturen ausgesetzt, die Verunsicherung, Angst und oft auch Persepktivelosigkeit verursachen. In der gelebten Kommunikation präventiver Projektarbeit kann hier ein Gegengewicht gefunden werden."

Das Pilotprojekt am GRG 23, das bereits seit 1996 läuft und inzwischen weitgehend in den Schulalltag integriert ist, wurde 1996 mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien und 1997 mit dem "Alcuin-Award" des Europäischen Elterndachverbands ausgezeichnet. Ein Pilotprojekt für berufstätige Jugendliche wird an einigen größeren Betrieben (z.B. Opel Austria, ÖBB und Bank Austria) und mehreren Berufsschulen durchgeführt. Vor allem die Lehrlinge erleben Suchtprävention als ein persönlich betroffen machendes und hochaktuelles Thema.

Der Verein "RISIKO" wird von zahlreichen öffentlichen und privaten Stellen (Ministerien, Kammern) unterstützt. Der Psychotherapeut Dr. Karl Bohrn: "Wir arbeiten nach einem besonderen Vorbeugungskonzept, das auf dem partnerschaftlichen Miteinander von Jugendlichen, Eltern, Lehrern und betrieblichen Ausbildnern beruht. Einige konkrete Erfolge konnten bereits erzielt werden. Unser nächstes konkretes Ziel ist jetzt das zusätzliche Angebot einer anerkannten "Frühinterventionsstelle", um auftretenden Problemen bereits am Beginn wirksam begegnen zu können."

Das Symposium im Rahmen der "Europäischen Woche der Suchtprävention" steht unter dem Ehrenschutz von Minister Dr. Martin Bartenstein und dem Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer, Sen.h.c. Kommerzialrat Walter Nettig. Sie findet im WIFI (Wien 18, Währinger Gürtel 97) im Karl Dittrich-Saal statt.

Rückfragen & Kontakt:

RISIKO - Verein für Prävention & Intervention
Dr. Karl Bohrn,
Tel.: 01/786 18 10, Fax: 01/786 18 10-7

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