EU-Kommission präsentiert Forstwirtschaftsstrategie - Im Zeichen der nachhaltigen Entwicklung

Brüssel (OTS) - Die EU-Kommission hat heute, Mittwoch, eine Mitteilung an den Rat und das Europäische Parlament über eine gemeinsame Forstwirtschaftsstrategie verabschiedet. Die von Agrarkommissar Fischler im Einvernehmen mit der für Umweltfragen zuständigen Kommissarin Ritt Bjerregaard vorgelegte Strategie stellt einen Beitrag zur Implementierung der internationalen Übereinkünfte zum Schutz, zur Entwicklung und nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder dar. Die Waldgebiete der europäischen Union bedecken eine Fläche von 130 Millionen Hektar, wovon 87 Millionen Hektar Nutzwälder sind. EU-Kommissar Franz Fischler betonte die Bedeutung der Forstwirtschaft für die Gesamtwirtschaft der Union, derener Produktionswert sich auf über 300 Millionen Euro(4,1 Mrd.S) jährlich beläuft. "Auch der Beschäftigungsaspekt der Forstwirtschaft sollte nicht unterschätzt werden: In der EU sind über zwei Millionen Menschen in dieser Branche beschäftigt, darunter viele Nebenerwerbsbauern," so der Kommissar. Die Kommissionsstrategie berücksichtigt jedoch nicht nur die wirtschaftliche Funktion des Waldes. Im Sinn eines multifunktionalen Ansatzes werden auch die ökologische Aufgabe des Waldes, vor allem die Aufrechterhaltung der Artenvielfalt und die Klimafunktion, sowie die soziale Bedeutung als Erholungsraum miteinbezogen. Die Bewirtschaftung der Wälder fällt nach dem Subsidiaritäsprinzip in den Kompetenzbereich der Mitgliedstaaten. Im März hat die EU-Kommission im Rahmen der Agenda 2000 eine neue Politik der ländlichen Entwicklung vorgeschlagen, die auch der Bedeutung der Forstwirtschaft Rechnung trägt. "Die Kommission will, daß die Forstwirtschaft weiter in der Kompetenz der Mitgliedstaaten bleibt", stellt Agrarkommissar Franz Fischler klar. "Wir werden jedoch darauf hinarbeiten, daß die Koordination von Maßnahmen der Gemeinschaft und Aktivitäten der Mitgliedstaaten verbessert wird", so Fischler. Der Kommissionsvorschlag beschäftigt sich auch mit der Zertifizierung von nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern. Die Kommission will zunächst bestehende Initiativen untersuchen, bevor sie entscheidet, ob eine Regelung auf Gemeinschaftsebene notwendig ist.

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