NÖ Umweltschutzsystem für Öko-Effizienz in der Verwaltung

LR Sobotka: Wichtiger Schritt für den Klimaschutz

St.Pölten (NLK) - Niederösterreich ist durch Projekte wie z.B. die Zinsenzuschußaktion des Landes, Ökoprofit oder PREPARE schon lange im betrieblichen Umweltschutz aktiv. Nun soll dieses Konzept auch auf den Non-profit-Bereich ausgeweitet werden. Das Niederösterreichische Umweltschutzsystem (NUS) bedeutet einen umfassenden Ansatz im Sinne der Realisierung der Inhalte und Intentionen der Klimaschutzabkommen, des Umweltrahmenprogrammes der EU und einschlägiger nationaler Gesetze und Verordnungen. Umweltschutz soll damit bereits beim Beschaffungsvorgang einsetzen und nicht erst am Ende des Produktlebenszykluses.

Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka rechnet damit, "daß das NUS in nächster Zeit offiziell von der NÖ Landesregierung beschlossen wird". Ziel dabei sei auch "Bewußtseinsbildung und Förderung der Sensibilität und Verantwortung bezüglich der Um- und Mitwelt."

NUS als Kooperationssystem zwischen Umwelt, Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft soll mit zwei Pilotprojekten 1999 starten. Eine Einrichtung des Gesundheitswesens und eine Bezirksverwaltungsbehörde sollen nach EMAS zertifiziert werden, parallel dazu ein Handbuch für die nachfolgenden Projekte erstellt werden.

Aus den Pilotprojekten soll sich im Jahr 2000 im Schneeballsystem eine flächendeckende Zertifizierung entwickeln.

Bei den Pilotprojekten ist eine 100prozentige Landesförderung geplant, bei den nachfolgenden Projekten soll eine Unterstützung von bis zu 50 Prozent angeboten werden. Allerdings muß darauf hingewiesen werden, daß Unterstützungen immer vom Budgetrahmen des Landes abhängen. Immerhin kostet die Zertifizierung einer Bezirkshauptmannschaft unter möglichst guten Voraussetzungen etwa 400.000 Schilling.

Für Sobotka liegen die Vorteile einer Zertifizierung auf der Hand:
"Emissionsverminderung, Kostenersparnis (z.B. Energie), Vorbildwirkung, Schaffung einer CI (Corporate Idendity) und Transport des Umweltgedankens über die Mitarbeiter sind nur ein Teil dieses Nutzens."

Immerhin verbuchte etwa das Krankenhaus Tulln mit seiner ISO-Zertifizierung für 1996/97 eine Gesamtkostenersparnis von 1,360.000 Schilling. Allein durch Maßnahmen zur Abfallvermeidung konnten dabei 280.000 Schilling eingespart werden.

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