Auch in Niederösterreich gibt es fremdsprachige Kinder

Institution Interkulturelle Mitarbeiter sollte verstärkt werden

St.Pölten (NLK) - Rund 3.000 Kinder aus anderen Kulturkreisen besuchen jährlich die NÖ Landeskindergärten. Sie bilden zwar mit rund 6 Prozent einen relativ kleinen Anteil unter den 46.000 Kindergartenkindern, erreichen aber in einzelnen Kindergärten einen Anteil von fast 50 Prozent. Um auch diesen Kindern die Chance zu geben, ein gleichberechtigtes Leben zu führen, werden seit 1990 interkulturelle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingesetzt. Die Mehrzahl davon (elf) kommt aus der Türkei, fünf aus dem ehemaligen Jugoslawien und eine Mitarbeiterin aus Tschechien. Sie betreuen jeweils 15 bis 20 Kindergartengruppen mit insgesamt rund 90 fremdsprachigen Kindern. Die interkulturellen Mitarbeiterinnen unterstützen wöchentlich die einmalige Arbeit der Kindergärtnerinnen.

Klar definiert sind die Aufgaben dieser interkulturellen Kräfte:
Sie helfen dabei, daß die Verständigung zwischen Kind, Kindergarten und Eltern funktioniert, und sie bauen ein Vertrauensverhältnis auf. Sie leisten Entwicklungsarbeit mit fremdsprachigen Kindern und setzen die interkulturelle Erziehung als Hilfe zur Integration ein. Um zu vermeiden, daß Kinder ihre Muttersprache verlernen, wird an deren Festigung gearbeitet. Wichtiger Grundsatz ist die Zusammenarbeit mit den Eltern und die Herstellung interdisziplinärer Kontakte, etwa mit Sozialarbeitern und Ambulatorien. Das Hauptgebiet interkulturelle Arbeit in Kindergärten findet derzeit vor allem in den größeren Städten statt.

Für Auskünfte steht die Beratungsstelle für Integration, Telefon 02742/200/5574, zur Verfügung.

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Tel.: 02742/200/2174

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