Gewerbeverein: ArbeitnehmerInnenschutz: Hostasch realitätsferne!

Wien (OTS)- Bundesministerin Hostasch kann man einen gewissen ungewollten Zynismus nicht absprechen - so der Österreichische Gewerbeverein in einer Presseaussendung:

- Ihre Aussage: "Die Novelle zum ArbeitnehmerInnenschutzgesetz räumt mit der Zwei-Klassen-Gesellschaft auf" ist sachte gesagt eine Desinformation. In Wahrheit existiert nach wie vor beim Arbeitnehmerschutz die Differenzierung zwischen privatrechtlich und öffentlich-rechtlich Beschäftigten. Letztere genießen einen weit laxeren Schutz, weil sich der öffentlich-rechtliche Bereich die überzogenen Forderungen, die an die private Wirtschaft gestellt werden, nicht leisten will.

- Hostasch's "Zwei-Klassen-Theorie" bezog sich jedoch darauf, daß nun die Mitarbeiter von KMU genauso geschützt seien, wie jene von größeren Betrieben. Diese Aussage kann nur von jemandem stammen, der noch nie in einem KMU tätig war - ja nicht einmal dort hineingesehen hat. Gerade Eigentümer von KMU achten penibelst auf den Arbeitnehmerschutz. Die persönliche Bindung im KMU führt zu einem stärkeren Verantwortungsbewußtsein, als beim Großbetrieb.

- Welches Verantwortungsbewußtsein der aufgeblasenste Großbetrieb Österreichs - die öffentlich-rechtliche Verwaltung - hat, sieht man daran, daß dort Arbeitnehmerschutz auf privatrechtlichem Niveau schlicht zu teuer kommt.

Der Österreichische Gewerbeverein steht auf dem Standpunkt, Frau Hostasch möge nicht die Privatwirtschaft in Klassen einteilen, sondern ihren eigenen Mitarbeitern einen Arbeitnehmerschutz, der dem Stand der Technik entspricht, zukommen zu lassen.

Vielleicht wagt sie sich dann auch zu einem Vortrag zu diesem Thema in den Gewerbeverein, zu dem Sie herzlichst eingeladen war, dann aber absagte, weil sie auf unabsehbare Zeit terminlich "ausgebucht³ ist.

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