Hostasch: Dichtes soziales Netz für Verbrechensopfer-

Umfangreiche Leistungsangebote im Bedarfsfall

Wien, 17. November 1998 (BMAGS).- Vor dem Hintergrund der
Beratungen über die Novelle des Verbrechensopfergesetzes wies Sozialministerin Lore Hostasch auf das bereits bestehende
umfassende Leistungsspektrum für Opfer von Gewalttaten hin. So steht Verbrechensopfern neben dem Ersatz des Verdienstentganges im Bedarfsfall auch ein breitgefächertes Rehabilitationsangebot zur Verfügung. Auch die Hinterbliebenen von Verbrechensopfern sind bereits jetzt umfassend abgesichert.****

Das Verbrechensopfergesetz sieht im einzelnen folgende
Leistungen vor: Mit dem Ersatz des Verdienstentganges soll der Einkommensverlust, der durch ein Verbrechen entstanden ist, abgegolten werden. Unter den Titel Heilfürsorge fallen unter anderem ärztliche Betreuung, Bereitstellung von Heilbehelfen und Maßnahmen zur Wiedererlangung der Gesundheit. Die orthopädische Versorgung umfasst die Ausstattung mit Prothesen und diversen orthopädischen Hilfsmitteln.

Weiters vorgesehen sind Zuschüsse zu den Kosten für die behindertengerechte Ausstattung von Kraftfahrzeugen und zu notwendigen Reise- und Transportkosten. Unabhängig vom Ersatz des Verdienstentganges bzw. sonstigen Einkommens haben Verbrechensopfer im Bedarfsfall Anspruch auf Pflegegeld bzw. Blindenzulage.

Ansprüche von Hinterbliebenen

Hinterbliebenen steht der Ersatz des Unterhaltsentganges zu. Heilfürsorge und orthopädische Versorgung werden im gleichen Ausmaß wie für Verbrechensopfer geleistet. Bestattungskosten werden bis zu einem bestimmten Höchstbetrag zurückerstattet.

Mit der heute im Sozialausschuss verabschiedeten Novelle zum Verbrechensopfergesetz wurden die Rechte und Ansprüche der Opfer weiter ausgebaut.

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