FERRERO-WALDNER appelliert an Österreicher für Mittelamerika zu spenden

(Wien - OTS) Auf Initiative von Staatsekretärin Dr. Benita FERRERO-WALDNER fand gestern im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten eine Koordinierungssitzung zur humanitären Hilfe Österreichs an die vom Hurrikan "Mitch" verwüsteten Länder Zentralamerikas statt. Neben den Dienststellen mehrerer Bundesministerien nahmen auch hochrangige Vertreter karitativer Organisationen an diesem Treffen teil.

Wie die Staatssekretärin heute mitteilte, haben Außenministerium und Bundeskanzleramt öS 14 Mio. an humanitäre Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Mit rund öS 8 Mio. konnte mehr als Hälfte der Mittel im Wege des Österreichischen Büros für Entwicklungszusammenarbeit in Managua bereits in humanitäre Hilfsaktivitäten zugunsten der betroffenen Bevölkerung Nicaraguas umgesetzt werden. Darüber hinaus hatte Österreich Nicaragua schon zuvor bilaterale Schulden von über öS 500 Mio. erlassen. "Österreich wird sich weiters im Pariser Club für einen weitreichenden Schuldennachlaß an alle vom Hurrikan betroffenen Staaten einsetzen", so FERRERO-WALDNER

Neben dem Bund haben auch die regionalen Gebietskörperschaften begonnen, finanzielle Mittel für die Opfer von Hurrikan "Mitch" bereitzustellen. So wird die Stadt Wien die Hilfsaktivitäten des Österreichischen Roten Kreuz in Honduras mit öS 2 Mio. unterstützen. Auch das Burgenland überlegt, Care Österreich Gelder für Zentralamerika zur Verfügung zu stellen. "Angesichts des enormen Ausmaß der Katastrophe ist zu hoffen, daß weitere Länder und Gemeinden den Beispielen von Wien und Burgenland folgen
werden", so Staatssekretärin FERRERO-WALDNER.

Das Österreichische Rote Kreuz, das aus eigenen Mitteln
umgehend eine Hilfe von öS 1 Mio. zur Verfügung stellte, betreibt seit kurzem zusätzlich zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Honduras. Auch Caritas Österreich und Care Österreich haben zusammen Gelder von öS 620.000 als Soforthilfe aufgebracht. Zur Fortführung der humanitären Hilfsaktivitäten sind jedoch dringend weitere Gelder erforderlich.

Im Vertrauen auf die österreichische Bevölkerung, die in der Vergangenheit ihre großzügige Hilfsbereitschaft vielfach unter Beweis gestellt hat, appelliert die Staatssekretärin an alle Österreicherinnen und Österreicher, die Spendenaufrufe der humanitären Organisationen tatkräftig zu unterstützen. "Gerade jetzt wenige Wochen vor Weihnachten sollten wir alles tun, damit
die vom Schicksal heimgesuchten Menschen Zentralamerikas, darunter viele Waisenkinder, die stillste Zeit im Jahr nicht im Freien, in Not und Elend verbringen müssen," so FERRERO-WALDNER heute.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. J.Peterlik, Pressesprecher der Staatssekretärin
Tel: 53115-3265

BM für auswärtige Angelegenheiten

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