• 17.11.1998, 10:49:23
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  • OTS0089

Traisenhochwasserschutzprojekt in St.Pölten

Landesrat Bauer: Eines der größten Ökologisierungsprojekte

St.Pölten (NLK) - Gestern präsentierten das Bundesministerium für
Land- und Forstwirtschaft, die Gruppe Wasser im Amt der NÖ
Landesregierung und der Traisen-Wasserverband das
Hochwasserschutzprojekt St.Pölten/Landhausviertel. Mit dem Abschluß
der Bauarbeiten im Sommer 1998 ist damit der Schutz des neuen
Regierungsviertels und des St.Pöltner Stadtzentrums vor dem
rechnerisch höchsten Hochwasser gewährleistet. Die Maßnahmen
erstreckten sich über den 1,1 Kilometer langen Traisenabschnitt
zwischen Julius-Raab-Brücke und ÖBB-Brücke. Sie verbessern
gleichzeitig die stark beeinträchtigte ökologische Funktionsfähigkeit
der Traisen und sind mit dem Gewässerbetreuungskonzept abgestimmt.

Landesrat Dr. Hannes Bauer sagte bei dieser Gelegenheit, der
mittlere Abfluß der Traisen mit 12,5 Kubikmeter pro Sekunde und bei
hundertjährigem Hochwasser mit 750 Kubikmeter pro Sekunde ließen
nachvollziehen, daß es hier schon sehr lange
Hochwasserschutzbemühungen gebe. Ziemlich genau vor 100 Jahren habe
es ein schreckliches Hochwasser gegeben, das die Altstadt von
St.Pölten sehr in Mitleidenschaft gezogen habe. Daß 1997, exakt 100
Jahre später beim nächsten 100jährigen Hochwasser, nichts überflutet
worden sei, zeige die Richtigkeit der gesetzten Maßnahmen.

Das vorliegende Projekt folge einem Optimierungskonzept des
Hochwasserschutzes in den Bereichen Niederwasser, Seitenarme und
Gestaltung des Vorlandes als Parklandschaft. Die Multifunktionalität
des Projektes, die auch Aufstiegsbegleithilfen für die natürliche
Wanderung der Fische enthalte, lasse das Vorhaben als eines der
größten Ökologisierungsprojekte erscheinen, das zudem St.Pölten eine
wunderbare Naherholungslandschaft biete, so Bauer abschließend.

Gleichzeitig wurde auch das Kunstobjekt "Die große Flut" von Prof.
Ernst Degasperi präsentiert. Das Objekt stellt einen Pegel zur
Markierung des höchsten Hochwassers für das NÖ Landhausviertel an der
Traisen dar. "Die große Flut" mit einer Gesamthöhe von 5,5 Metern ist
derart gestaltet, daß aus dem Wasser des Landhausbeckens in Kupfer
geschmolzene Wellen an der Ufermauer hinauf und darüber hinaus bis
über das Geländer des Terrassenweges der Mauerkrone schlagen.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

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