Traisenhochwasserschutzprojekt in St.Pölten

Landesrat Bauer: Eines der größten Ökologisierungsprojekte

St.Pölten (NLK) - Gestern präsentierten das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, die Gruppe Wasser im Amt der NÖ Landesregierung und der Traisen-Wasserverband das Hochwasserschutzprojekt St.Pölten/Landhausviertel. Mit dem Abschluß der Bauarbeiten im Sommer 1998 ist damit der Schutz des neuen Regierungsviertels und des St.Pöltner Stadtzentrums vor dem rechnerisch höchsten Hochwasser gewährleistet. Die Maßnahmen erstreckten sich über den 1,1 Kilometer langen Traisenabschnitt zwischen Julius-Raab-Brücke und ÖBB-Brücke. Sie verbessern gleichzeitig die stark beeinträchtigte ökologische Funktionsfähigkeit der Traisen und sind mit dem Gewässerbetreuungskonzept abgestimmt.

Landesrat Dr. Hannes Bauer sagte bei dieser Gelegenheit, der mittlere Abfluß der Traisen mit 12,5 Kubikmeter pro Sekunde und bei hundertjährigem Hochwasser mit 750 Kubikmeter pro Sekunde ließen nachvollziehen, daß es hier schon sehr lange Hochwasserschutzbemühungen gebe. Ziemlich genau vor 100 Jahren habe es ein schreckliches Hochwasser gegeben, das die Altstadt von St.Pölten sehr in Mitleidenschaft gezogen habe. Daß 1997, exakt 100 Jahre später beim nächsten 100jährigen Hochwasser, nichts überflutet worden sei, zeige die Richtigkeit der gesetzten Maßnahmen.

Das vorliegende Projekt folge einem Optimierungskonzept des Hochwasserschutzes in den Bereichen Niederwasser, Seitenarme und Gestaltung des Vorlandes als Parklandschaft. Die Multifunktionalität des Projektes, die auch Aufstiegsbegleithilfen für die natürliche Wanderung der Fische enthalte, lasse das Vorhaben als eines der größten Ökologisierungsprojekte erscheinen, das zudem St.Pölten eine wunderbare Naherholungslandschaft biete, so Bauer abschließend.

Gleichzeitig wurde auch das Kunstobjekt "Die große Flut" von Prof. Ernst Degasperi präsentiert. Das Objekt stellt einen Pegel zur Markierung des höchsten Hochwassers für das NÖ Landhausviertel an der Traisen dar. "Die große Flut" mit einer Gesamthöhe von 5,5 Metern ist derart gestaltet, daß aus dem Wasser des Landhausbeckens in Kupfer geschmolzene Wellen an der Ufermauer hinauf und darüber hinaus bis über das Geländer des Terrassenweges der Mauerkrone schlagen.

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