"Der Milliarden-Effekt"

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag den 16.11.1998 im Cafe Landtmann präsentierte der Verband der Österreichischen Film- und Videoproduzenten "Der Milliarden-Effekt" -eine Konzept-Studie, als Angebot an die österreichische Politik zur Entwicklung einer Filmindustrie in Österreich.

Der "Milliarden"-Effekt - Filmstandort Österreich 2004 - Eine Vision?

Eingangs eines neuen Jahrtausends haben sich Film- und Fernsehen zu einer gigantischen Industrie entwickelt, die unser aller Leben beeinflußt und in Zukunft verändern wird. Österreich hat durch sein kreatives Potential und seine kulturelle Tradition seine guten Chancen genutzt, bei dieser Revolution klein, aber fein aktiv mitzuspielen. Es gibt auch hierzulande eine florierende Film- und Fernsehwirtschaft, deren Produktionsvolumen es ermöglicht, eine moderne Infrastruktur zu unterhalten und einem hochqualifizierten kreativen und technischen Personal zukunftssichere Arbeitsplätze zu bieten.

Mindestens 1300 zusätzliche neue Arbeitsplätze wurden in der Filmwirtschaft geschaffen. Neue Betriebe der Audiovisionsindustrie siedeln sich in Wien an. Von den Kino & Fernsehfilmen und Serien gehen starke kulturelle und identitätsstiftende Effekte aus, sowie stimulierende Wirkungen auf den Fremdenverkehr im Sinne eines "location placement". Österreich gibt es: im Kino, im TV und den anderen diversen audiovisuellen Medien.

Der "Milliarden"-Effekt - internationale Vorbilder

Um dieses im Interesse Österreichs liegende Ziel zu erreichen, bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten: der Film-und Fernsehschaffenden der verantwortlichen Politiker in Bund und Ländern und des ORF. Andere Länder können uns dabei längst als Vorbild dienen. Der Film- und Fernseh-Boom in Deutschland oder in Irland oder Luxemburg ist ein Beispiel dafür, was politische Weltsicht, kooperatives Handeln und intelligente Investitionen bewirken können.

Der "Milliarden"-Effekt - Das Ziel und Der Weg

Mit dieser Studie zeigen wir dafür einen Weg auf.

Die in der Studie beschriebenen Maßnahmen
der öffenltichen Hand
des ORF und
für die Filmförderung
ergeben in Summe bei vorsichtiger Schätzung ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von mindestens 1 Milliarde ATS pro Jahr. Dieses müßte nur zu höchstens 40 Prozent aus Budgetmitteln aufgebracht werden, der überwiegende Teil könnte aus den dargestellten Finanzierungsquellen kommen.

Mit diesen zusätzlichen Mitteln wäre ein erster wichtiger Schritt in Richtung des angepeilten mittelfristigen Ziels einer Verdreifachung des Produktionsvolumens gesetzt. Mit dieser intelligenten und zukunftssicheren Investition in die Film- und Fernsehwirtschaft kann der "Milliarden-Effekt" ausgelöst werden, welcher für die österreichische Volkswirtschaft außerordentlich positive Auswirkungen haben wird.

Der "Milliarden"-Effekt - Das Szenario

Die Effekte im Einzelnen:

Es wird zusätzliches Kapital aus ausländischen und privaten Quellen im Ausmaß von etwa ATS 600 - 800 Mio generiert werden können,

womit unter der Annahme einer besseren durchschnittlichen budgetären Ausstattung von ATS 30 Mio. (statt wie bisher ATS 20 Mio.) etwa 50 Prozent mehr Filmwerke pro Jahr produziert werden könnten,

was wiederum eine erhebliche Verbesserung der professionellen Standards der Branche durch Kontinuität der Produktion bedeuten wird.

Mit diesem zusätzlichen Produktionsvolumen von insgessamt etwa ATS 1,6 Milliarden würden etwa 1300 zusätzliche Dauerarbeitsplätzen in der Filmwirtschaft und den unmittelbar vor- und nachgelagerten Dienstleistungsbereichen entstehen, insbesondere ist es dann möglich, viele der derzeit ins Ausland abwandernden Talente in Österreich zu halten,

was wiederum erheblich zur Stabilisierung der Branchenstruktur der Film- und Fernsehwirtschaft besonders im Bereich der mittleren und kleineren Produktionsfirmen beitragen, sowie einige Neugründungen ermöglichen wird.

Wir erreichen durch eine solche Entwicklung eine Verbesserung der Standortqualität, da eine prosperierende Film- und Fernsehwirtschaft bekanntermaßen (siehe Bayern und Nordrheinwestfalen) eine Sogwirkung auf verwandte Branchen (etwa Werbe-, Computerwirtschaft) ausübt.

Ein Land, das sich nicht über bewegte Bilder selbst darstellt, wird in Zukunft im Bewußtsein der Weltöffentlichkeit nicht existieren. Über den Export der Produkte unserer Film- und Fernsehwirtschaft produzieren wir zeitgemäßes Image, das für unser Land in vielerlei Hinsicht wichtig ist: von der kulturellen Selbstdarstellung bis zur Stimulierung des Tourismus.

Diese Studie ist im Internet auf hompage: www.austrian-film.com

(siehe auch APA/OTS-Bild)

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