Perchtoldsdorf ist jugendfreundlichste Gemeinde 1998

Wettbewerbs-Schwerpunkte verlagerten sich zeitgeistbedingt

St.Pölten (NLK) - Ein beneidenswertes Dasein führen die Jugendlichen in Perchtoldsdorf: Dort herrscht eine hervorragende Jugendinfrastruktur, die in den letzten Jahren gepflegt wurde. Es gibt nicht nur vielfältige Aktivitäten rund um die Ferienspiele, sondern auch Stipendien für begabte Jugendliche. Außerdem finanziert die Gemeinde die Jugendzeitung "Blattl" und das Hirtl-Haus für Jugendliche, das auch ein eigenes, stark frequentiertes Internet-Studio besitzt. Für diese überaus große Leistungspalette wurde Perchtoldsdorf in diesem Jahr nicht nur Viertels-Erster, sondern auch Landessieger im Wettbewerb "Jugendfreundliche Gemeinde".

Aber auch die anderen Preisträgergemeinden können sich mit ihren Leistungen sehen lassen. Im Waldviertel siegte in der Kategorie A (Newcomer) St.Oswald, eine Gemeinde mit 17 Vereinen, elf davon Jugendvereine. Für Jungfamilien gibt es überdies eine Wohnhausanlage mit Startwohnungen sowie Baulandreserven für Jugendliche. Ein Drittel der Gemeinderäte ist jünger als 30 Jahre. In der Kategorie B (Gemeinden, die schon öfter teilgenommen haben) siegte die Stadt Krems, die in letzter Zeit viele Vorhaben realisierte. Pfaffenschlag erhielt für drei Dorfzentren in Katastralgemeinden einen Auszeichnungspreis. Im Weinviertel siegte in der Kategorie A Groß Engersdorf, wo Jugendliche in einer alten Mühle ein Jugendheim selbst gestalteten. In der Kategorie B siegte Mistelbach mit seiner guten Jugend-Freizeitinfrastruktur. Den Auszeichnungspreis erhielt Poysdorf mit seiner sehr soliden Jugendarbeit. Im Mostviertel stellte in der Kategorie A Langenrohr den Sieger. Einer von zwölf Arbeitskreisen widmet sich der Jugend. Kindertheater, Jugendtreffpunkte, Jugendstammtisch und viele andere Initiativen waren für die Auszeichnung maßgeblich. In der Kategorie B siegte Frankenfels mit speziellen Aktivitäten wie die Errichtung einer Sportwiese, eines Jugendraumes und eines Festsaales für Jugendliche. Es gibt Ferienspiele, aber auch Schi- und Snowboardkurse für Kinder, für die ein eigener Lift zur Verfügung steht. Anerkennungspreise gibt es für Tulln und Mank, einen Auszeichnungspreis für Waidhofen an der Ybbs, wobei sich die Stadt besonders um arbeitslose Jugendliche kümmert. Im Industrieviertel siegte in der Kategorie A Perchtoldsdorf, das auch Landessieger wurde, in der Kategorie B Wiener Neustadt, das den Vereinen und Jugendorganisationen die Gemeinde-Infrastruktur zur Verfügung stellt. Dort gibt es auch ein Veranstaltungszentrum mit vielen Sportangeboten. Die Jugend wird außerdem ein ehemaliges Kloster selbst adaptieren. Darüber hinaus wurden auch Modellprojekte in Perchtoldsdorf, Groß Pertholz, Wolkersdorf, Tulln und Wiener Neustadt speziell ausgezeichnet.

Jugend-Soziologe Dr. Erich Brunmayr, seit Jahren Juror des Wettbewerbs: "Es ist bei diesem Wettbewerb ein Wandel festzustellen. Wir sind bemüht, stets neue Schwerpunkte zu setzen und bewerten derzeit besonders hoch die Eigeninitiative der Jugendlichen. Der Zeitgeist fließt auch in diesen Wettbewerb ein."

Die offizielle Preisverleihung durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll erfolgt am Dienstag, 24. November, im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St.Pölten.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2174

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK