GEHRER/ SCHÜTZENHÖFER/ AMON

AMON: ÖSTERREICHISCHE BILDUNGSPOLITIK MUSS AUF DAS HIRNSCHMALZ DER MENSCHEN SETZEN BUNDESMINISTERIN GEHRER SPRICHT SICH GEGEN DIE ABSURDEN

Weiz (OTS) - BILDUNGSPOLITISCHEN IDEEN DER SPÖ AUS =

In der von Freitag, dem 13.11., bis Samstag, dem
14.11.1998, stattgefundenen Bundeskonferenz der Jungen ÖVP in Weiz diskutierten Delegierte aus ganz Österreich das Thema "Bessere Bildung, Coole Karriere". Klubobmann und Landtagsabgeordneter Hermann SCHÜTZENHÖFER bestärkte die Junge ÖVP darin, in für die Jugend wichtigen Zukunftsfragen weiterhin die notwendige Hartnäckigkeit an den Tag zu legen und bedankte sich bei Bundesobmann Abg. z. NR Werner AMON, daß er in der Frage der Generationengerechtigkeit im Zuge der Pensionsreform Flagge gezeigt habe. Für die Zukunft bittet SCHÜTZENHÖFER die Junge ÖVP, gerade bei der ins Haus stehenden Steuerreform, auf eine weitere Entlastung des Produktionsfaktors Arbeit hinzuwirken. Bundesministerin Elisabeth GEHRER nutzte ihr Referat, um die Unterschiede in den bildungspolitischen Zielsetzungen der ÖVP und SPÖ darzustellen. Für sie ist klar, daß das österreichische Bildungssystem im internationalen Vergleich deswegen so erfolgreich ist, weil Österreich ein differenziertes, gefächertes Schulsystem hat, das gleichzeitig durchlässig ist, eine berufsnahe Ausbildung durch das duale System bereitstellt und in Österreichs Schulen sehr wohl auf Leistung Wert gelegt wird. Im Unterschied dazu, so Unterrichtsministerin GEHRER, fordert die SPÖ in ihrem Bildungsprogramm die Gesamtschule, die Vereinheitlichung der Oberstufenschulen, eine ihrer Meinung nach "absurde Idee" und die Verschulung der Berufsausbildung. "Den Trumpf der dualen Ausbildung", so GEHRER wörtlich, "dürfe Österreich auf keinen Fall aufgeben." Abschließend weist GEHRER noch darauf hin, daß Demokratie und Wirtschaft ohne Bildung nicht funktionieren können, und versicherte der Jungen ÖVP, daß sie auch in Zukunft gerne Partner für bildungspolitische Forderungen der Jungen ÖVP sein werde.

Die Delegierten der Bundeskonferenz beschlossen im anschließenden statutarischen Teil folgende Forderungen:

1. Verpflichtende Fort- und Weiterbildung der Lehrer in einem gewissen Ausmaß während der Sommermonate

2. Verkürzung der langen Studienzeiten durch die Einführung von Kurzstudien und des Bakkalaureats

3. Einführung eines Bildungskontos, sodaß die derzeitigen Ungerechtigkeiten bei der Finanzierung der Ausbildung, beispielsweise zwischen Studenten und Lehrlingen, abgebaut werden.

4. Höhere Ausgaben in den Bereichen Forschung und Entwicklung, da die "zukunftsträchtigen Technologien" ein Synonym für "Arbeitsplätze" sind.

5. Einführung eines Investitionsfreibetrags für Investitionen in Human Kapital zur Entlastung des Produktionfaktors Arbeit.

6. Die Zulassung von Privatuniversitäten

7. Bildung zur Selbständigkeit: Einführung eines sogenannten "one stop shopping" - Systems, um angehenden Jungunternehmern den bürokratischen Spießrutenlauf von Behörde zu Behörde erleichtern.

8. Weitere Liberalisierung bei den gebundenen Gewerben, um durch diesen Liberalisierungsschritt weitere Arbeitsplätze zu schaffen.

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Tel: 01-4065758 oder 0664/3082242
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