LR Bauer: Gesellschaftliche Verantwortung gegenüber der Jugend tragen

Lastenausgleich zwischen den Betrieben notwendig

St. Pölten, (SPI) - "Jede Initiative, in welcher die Gesellschaft und mit ihr die Politik ihre Verantwortung gegenüber der Jugend
und damit gegenüber dem Problem der Jugendarbeitslosigkeit wahrnimmt, ist zu begrüßen. Dem Ziel, jedem Schulabgänger eine Lehrstelle oder eine Überbrückungshilfe anbieten zu können, sind wir entscheidend nähergekommen. Der vor Kurzem getätigte Auftakt zur von der Bundesregierung initiierten "Lehrlingsoffensive II” ist ein weiterer Schritt, die hohe Jugendbeschäftigung in Österreich – welche sich im europäischen Vergleich im Spitzenfeld befindet – abzusichern. Seit dem Start der Lehrlingsoffensive wurden 1.500 Lehrstellen zusätzlich angeboten, 769 Unternehmen wurden von Beratern der Lehrstellenoffensive in Betriebsbesuchen betreut, über 2.500 Betriebe wurden telefonisch beraten”, stellt der stellvertretende SPNÖ-Landesparteivorsitzende, Landesrat Dr. Hannes Bauer, heute anläßlich der 22. Landesjugendkonferenz des ÖGB NÖ in St. Pölten fest.****

Die Kosten der nun laufenden Lehrlingsoffensive II werden rund
zwei Milliarden Schilling betragen. Neben den Fördermaßnahmen wurde auch für die Wirtschaft viel erreicht, die sich weiter ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Jugend bewußt sein muß "Lehrbetriebe zahlen im ersten Jahr keinen Unternehmerbeitrag zur Krankenversicherung ihrer Lehrlinge, das Alter für besondere Schutzvorschriften wurde von 19 auf 18 Jahre gesenkt, im Handel dürfen Jugendliche am Samstag auch bis 17.00 Uhr beschäftigt werden und die Probezeit kann verlängert werden, wenn ein Lehrling gleich zu Beginn der Lehrzeit in die Berufsschule muß. Weiters
kann die Ausbilderprüfung durch einen 40stündigen Kurs ersetzt werden und Unternehmen können pro neu aufgenommenen Lehrling einen Steuerfreibetrag von 20.000 Schilling geltend machen”, so Bauer. Weiters muß ein Lastenausgleich zwischen jenen Betrieben, die Lehrlinge ausbilden und jenen, die keine Ausbildungsplätze anbieten, hergestellt werden. "Schließlich profitiert die gesamte Wirtschaft von bestens ausgebildeten Arbeitskräften", so Bauer.

Ein verstärktes Augenmerk muß aber auch auf eine effektive Berufsberatung gelegt werden, um einerseits den Lehrlingen und Schülern ihre Zukunftschancen darzulegen, andererseits jedoch auch der Wirtschaft die Möglichkeit zu geben, ihren künftigen Bedarf zu decken. "Einfache Rezepte gibt es nicht, sondern nur ein Bündel
von Maßnahmen. Jugendbeschäftigung ist nicht nur eine quantitative, sondern vor allem auch eine qualitative Frage. Die Qualifikation der Jugend ist das Fundament unserer zukünftigen wirtschaftlichen Erfolge und damit eines sozialen, demokratischen und gerechten Österreich. Es muß den Jugendlichen von der Gesellschaft gezeigt werden, daß sie von dieser erwartet werden. Der Österreichische Gewerkschaftsbund mit seiner
Jugendorganisation ist eine solche Institution, die sich diesen Herausforderungen stellt und in Politik und Gesellschaft viel Positives für die jungen Leute bewegt”, schloß Landesrat Dr. Hannes Bauer.
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