Hostasch: Besseres Betreuungsangebot für Diabetiker-

Neue Schulungskonzepte in Ausarbeitung

Wien, 14. November 1998 (BMAGS).- Gesundheitsministerin Lore Hostasch stellte Samstag anlässlich des Welt-Diabetes-Tages Initiativen für bessere Schulungsmöglichkeiten von Diabetikern vor. Auf Basis einer Studie, die vom Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) im Auftrag des Gesundheitsministeriums erstellt wird, werden Schulungsmodelle für Menschen mit Diabetes zur Verfügung gestellt. "Menschen mit Diabetes haben ein Recht auf umfassende Schulung und Behandlung. Es ist wichtig, dass Diabetiker mit ihrer Krankheit richtig umgehen können. Informationen über richtige Ernährung und den richtigen Einsatz von Insulinpräparaten sind die Grundlage, damit Diabetiker trotz ihrer Krankheit in die Lage versetzt werden, ein weitgehend normales Leben zu führen. Eine richtige und umfassende Beratung trägt zudem dazu bei, Spätfolgen des Diabetes hintanzuhalten", erklärte Gesundheitsministerin Lore Hostasch.*****

Die Diabetes-Studie des ÖBIG, die in enger Kooperation mit medizinischen Experten, Patientenvertretern und den österreichischen Diabetesselbsthilfegruppen erarbeitet wird, soll die Grundlage für Qualitätsstandards sein, auf denen ein bundeseinheitliches Schulungskonzept aufbauen soll. Angestrebt wird ein österreichweites Netz an Schulungseinrichtungen. Auch die Datenerfassung soll verbessert werden. "Eine wichtige Rolle bei den Schulungen wird dabei den zahlreichen Diabetikervereinigungen und bestehenden Einrichtungen für Gesundheitsförderung zukommen. Als Andockstelle sind aber auch die Hausärzte wichtige Partner in der Diabetes-Arbeit", erläutert Gesundheitsministerin Lore Hostasch.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind derzeit 142 Millionen Menschen zuckerkrank. Bis 2025 wird mit einem Anstieg auf 300 Millionen Menschen gerechnet. Die Zunahme wird auf das Bevölkerungswachstum und die gestiegene Lebenserwartung zurückgeführt. Auch in Österreich könnte sich die Zahl der derzeit rund 400.000 Diabetiker in den nächsten Jahren noch erhöhen. "Gerade diese Zahlen machen deutlich, dass das Angebot an
Schulungen und Betreuung einer Ausweitung bedarf", so die Gesundheitsministerin abschließend.

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