Mistelbach und Neunkirchen erhalten Kinderschutzzentren:

Prokop will flächendeckende Versorgung

St.Pölten (NLK) - Mistelbach und Neunkirchen sollen sobald wie möglich Kinderschutzzentren erhalten. Das sagte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop zu. Die beiden Zentren werden wie das St.Pöltner Zentrum vom Verein "Möwe" geführt. "Jährlich werden in Österreich 20.000 bis 25.000 Kinder mißbraucht, in Niederösterreich sind es ungefähr 5.000", erklärt Dr. Christoph Thoma, Leiter des Kinderschutzzentrums St.Pölten. Nur ein sehr geringer Teil der Fälle würde angezeigt. Thoma: "In Niederösterreich sind es nur um die 170 Anzeigen. Die Bereitschaft, darüber zu reden, ist aber gestiegen." Im Kinderschutzzentrum St.Pölten würden jährlich rund 400 Familien beraten und betreut. Hauptsächliche Probleme seien Gewalt in der Familie oder Verhaltensauffälligkeiten der Kinder. "Jährlich haben wir 150 Kinder, die sexuell mißbraucht wurden", erläutert Thoma. Eine flächendeckende Versorgung derartiger Einrichtungen sei daher dringend notwendig. Landeshauptmannstellvertreterin Prokop unterstützt diese Initiative. Sie ist Teil eines Maßnahmenpaketes gegen Gewalt an Kindern. Die nächsten Projekte würden wahrscheinlich in Amstetten und im Waldviertel in Angriff genommen.

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