Institut für Industrielle Ökologie in St. Pölten eröffnet

Neue Ansätze für interdisziplinäre Zusammenarbeit - Ganzheitliche Betrachtung betrieblicher Umweltauswirkungen

Wien (PWK) - Dieser Tage wurde das bei der Niederösterreichischen Landesakademie in St. Pölten angesiedelte Institut für Industrielle Ökologie feierlich eröffnet. Das aus dem früher an der Technischen Universität Wien ansässigen Forschungsinstitut für Chemie und Umwelt hervorgegangene Institut widmet sich vorrangig der Erarbeitung von Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise unter technischen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. ****

"Auf Grund der komplexen Materie und des fachübergreifenden Ansatzes liegt ein Schwerpunkt der künftigen Arbeit auf interdisziplinärer Zusammenarbeit. Entsprechend den Erfordernissen der industriellen Ökologie wird der Bereich der Güterproduktion sowohl hinsichtlich seiner Produktionsabläufe als auch seiner Umweltrelevanz betrachtet. Wir wollen der Industrie einen Spiegel vorhalten - und damit Konfliktpotentiale, aber auch Lösungsansätze dafür aufzeigen", erläuterte der Geschäftsführer des neuen Instituts, Doz. Andreas Windsperger.

Das Institut wird durch Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung getragen und versucht, als neutrale Einrichtung mit seinen Arbeiten zu einer sachlichen Basis für Entscheidungen im Bereich der Umweltpolitik beizutragen. Trägerorganisationen des neuen Instituts sind das Umwelt-, das Wirtschafts- und das Wissenschaftsministerium, die Wirtschaftskammer Niederösterreich sowie die Bundessektion Industrie der Wirtschaftskammer Österreich.

"Wir schätzen das fundierte Branchen-Know-How des Teams um Dozent Windsperger. Aus diesem Grund wurde es bereits bei mehreren umweltrelevanten Studien beigezogen", betonte Oliver Dworak, umweltpolitischer Referent der Bundessektion Industrie der Wirtschaftskammer Österreich, bei der Eröffnungsfeier.

Nachhaltige Entwicklung und vorsorgender Umweltschutz sind, so Dworak, für die österreichische Industrie keine Fremdenworte mehr:
die Entwicklung führe längst weg von den klassischen End-of-pipe-Maßnahmen hin zu prozessintegrierten Umwelttechnologien und zukunftsfähigem Produktdesign. Daher komme der ganzheitlichen Betrachtung betrieblicher Umweltauswirkungen in Zukunft erhöhter Stellenwert zu. Im weltweiten Vergleich gehören die Umweltstandards, unter denen österreichische Betriebe produzieren, bei allen Parametern zu den strengsten.

Um Wettbewerbsnachteile für ganze Branchen und Einbußen in der Standortqualität Österreichs zu vermeiden, sind langfristig vorhersehbare gesetzliche Rahmenbedingungen und die Harmonisierung der Umweltnormen auf europäischer Ebene unter Einbeziehung der MOEL unerlässlich. Das Institut für Industrielle Ökologie soll zu diesen, aber auch anderen umwelt- und industrierelevanten Themen wichtige Entscheidungsgrundlagen liefern, unterstrich Dworak.

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.Ing. Oliver Dworak
Tel: 50105/DW 3223

Bundessektion Industrie

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