Roth: Telefongebührenbefreiung für sozial Schwächere ist in Gefahr!

VP-Resolutionsantrag soll schwächste Glieder der Gesellschaft schützen

Niederösterreich, 12.11.1998 (NÖ) "Im Zuge der Privatisierung des Telefon-Festnetzes besteht die Gefahr, daß die derzeit bestehenden Telefongebührenbefreiungen wegfallen. Eine derartige Befreiung erhalten Ausgleichszahlungsbezieher und Menschen mit geringem Einkommen, also die sozial Schwächsten in unserer Gesellschaft, die aber auf ein Telefon angewiesen sind", erklärte LAbg. Sissy Roth.****

"Wir wollen bereits jetzt vor einer derartigen Gefahr warnen
und die verantwortlichen Politiker auf Bundesebene auffordern, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Das kann nur jetzt im Zuge
der Verhandlungen, die mit den privaten Anbietern durchgeführt werden, geschehen", so Roth weiter.

Auf Initiative der Volkspartei Niederösterreich wird heute
daher in der Landtagssitzung ein Resolutionsantrag eingebracht,
der die zuständigen Bundesregierungmitglieder auffordert, sich für die sozial Benachteiligten einzusetzen. Durch eine Aufhebung der Befreiung würde für viele Haushalte gerade im ländlichen Raum ein wichtiges Kommunktationsmittel wegfallen. Besonders für ältere Menschen und Pflegegeldbezieher würde dies bedeuten, daß sie sich ihr Telefon nicht mehr leisten können."Es kann nicht sein, daß sich der Bund durch die Privatisierung bereichert und die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft unter die Räder kommen", begründet Roth den Resolutionsantrag.
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